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  • Schottlands virtueller Independence Day.

    Was wäre, wenn…? Dann, ja dann wäre Schottland heute ein unabhängiger Staat geworden.

    Zumindest stand es so im Weißbuch der schottischen Regierung um First Minister Alex Salmond (SNP): Hätten es die Schottinnen und Schotten so gewünscht — und am 18. September 2014 entsprechend abgestimmt — wäre Schottland am 24. März 2016 unabhängig geworden.

    Die Zwischenzeit hätte dazu gedient, die Details der Staatswerdung zu klären und zu regeln — von der inneren Organisation über die Auflösung des Vereinigten Königreichs bis hin zum Verbleib in der (bzw. die nahtlose Wiederaufnahme in die) EU.

    Frei und demokratisch durften Schottinnen und Schotten vor rund eineinhalb Jahren entstanden — und sprachen sich, zumindest vorläufig, gegen die Eigenstaatlichkeit aus.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Der EuregioFamilyPass ist startklar.

    Die Südtiroler Landesregierung hat in ihrer gestrigen Sitzung den EuregioFamilyPass (EFP) aus der Taufe gehoben, dessen gesetzliche Grundlage bereits mit dem Landesfamiliengesetz von 2013 geschaffen worden war.

    Specimen EuregioFamilyPass.

    Die neue Vorteilskarte für Familien wird den SüdtirolPass Family ersetzen und wie dieser eine kostengünstige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen. Darüberhinaus soll der EFP auf dem gesamten Gebiet der Europaregion Tirol weitere Vergünstigungen bei privaten und öffentlichen Einrichtungen bereithalten. Damit werden die Inhaber der Karte dazu ermutigt, den euroregionalen Raum grenzüberschreitend zu erleben.

    Der EuregioFamilyPass hat zum Ziel, die Südtiroler Familien finanziell zu entlasten, aber auch Grenzen überwindend die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben zu fördern.

    — LH Arno Kompatscher (SVP)

    Damit ist der neue Familienpass eine der noch viel zu wenigen Maßnahmen, die die Europaregion für Bürgerinnen und Bürger spürbar machen. Etwas erstaunlich ist allerdings, dass es sich bei der Einführung zumindest bislang um einen Südtiroler Alleingang zu handeln scheint.

    Den EFP können alle Südtiroler Familien mit minderjährigen Kindern unabhängig von ihrem Einkommen beziehen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • M5S favorevole alla macroregione del «Triveneto».

    La sezione sudtirolese del Movimento 5 Stelle (M5S) critica aspramente qualsiasi tentativo di annacquare la nostra autonomia, tacciando di centralismo il progetto di riforma territoriale del PD che prevedrebbe l’accorpamento di Veneto, Friuli, Venezia Giulia, Trentino e — appunto — il Sudtirolo in un’unica macroregione del «Triveneto», dal sapore vagamente fascista.

    D’altro canto però nella vicina regione del Veneto lo stesso M5S ha ormai fatto del «Triveneto» il suo piatto forte. Certo, subordinandolo alla volontà popolare, e questo non è da sottovalutare, ma comunque con una convinzione e un impegno che lasciano a bocca aperta.

    Ad esempio, il Corriere del Veneto cita così il capogruppo dei pentastellati in regione, Jacopo Berti:

    Noi crediamo negli Stati Uniti d’Italia e della macroregione Triveneto stiamo già ragionando coi nostri colleghi di Trentino Alto Adige e Friuli Venezia Giulia.

    Gli fa eco il deputato bellunese Federico D’Incà (M5S):

    La macroregione è la risposta all’accentramento amministrativo romano del governo Renzi.

    Ciò solleva un dubbio non del tutto secondario, almeno per noi che di «Triveneto» non vogliamo nemmeno sentir parlare: la macroregione è sintomo del centralismo renziano, come dicono i «grillini» sudtirolesi, o al contrario è considerata una soluzione in chiave federalista, come affermano i loro colleghi veneti?

    Cëla enghe: 01



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  • Grenzillusionen.
    Quotation

    Zu gut erinner ich mich an das großartige Gefühl, als ich das erste Mal über den Brenner fuhr, nachdem die Grenzkontrollen gefallen waren. Es war nicht nur das Überwinden einer lästigen bürokratischen Hürde. Es war vielmehr die Ahnung, nun echt Teil eines geeinten Europa zu sein. Dass das eine Einbildung war, kommt nun klar heraus: Schengen, das war nicht die Aufhebung der inneren Grenzen, sondern nur der Grenzkontrollen. Wir machen also einen Schritt zurück, wenn wir am Brenner einen Zaun errichten. Und wir müssen uns damit von einer zweiten Illusion verabschieden, nämlich dass ein so ein kreatives, modernes, die Grenzen überwindendes Gebilde wie die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino tatsächlich möglich wäre.

    Unterstreichung von mir

    sagt Brigitte Foppa, Landtagsabgeordnete der Grünen, im Barfuss-Deathmatch mit Pius Leitner (Freiheitliche). Letzteren, der sich für mehr Hilfe in den Heimatländern der Flüchtlinge wünscht, stellt Foppa übrigens bloß, indem sie ihn darauf hinweist, dass die Freiheitlichen gegen den Antrag der Grünen gestimmt hatten, die Entwicklungshilfe auf 0,25 Prozent des Landeshaushalts aufzustocken.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • Bürokratiemonster elektronische Rechnung.

    Die Südtiroler Handelskammer hat letzte Woche das Ergebnis einer Mitgliederbefragung zur elektronischen Rechnung vorgestellt. In der Pressemitteilung und in den Medienberichten wurde dabei vor allem die hohe Zufriedenheit der Befragten mit den diesbezüglich von der Handelskammer angebotenen Dienstleistungen unterstrichen.

    In Italien ist es inzwischen Pflicht, öffentlichen Verwaltungen elektronische Rechnungen auszustellen. Verkauft wurde dies unter anderem als eine Vereinfachung. Realität scheint vielmehr das Gegenteil zu sein: Viele Unternehmer ächzen unter dieser weiteren bürokratischen Last, deren technische Umsetzung äußerst aufwendig und letztendlich teuer ist.

    Ich habe mir von der Handelskammer die Daten zur Frage schicken lassen, wie die Südtiroler Unternehmerinnen die Pflicht zur elektronischen Rechnung bewerten. Das Ergebnis spricht eine Sprache, die deutlicher kaum sein könnte:

    Umfrage Elektronische Rechnung 2016.

    Für rund neun von zehn Befragten ist die elektronische Rechnung ein großer (51,24%) oder leichter Mehraufwand (38,52%). Von einer Erleichterung sprechen hingegen weniger als zweieinhalb Prozent.

    Wäre Südtirol für die Regelung dieses Bereichs selbst zuständig, könnten Interessenvertreterinnen, Handelskammer und Land hier eine unbürokratischere Lösung ausarbeiten. Nachdem die elektronische Rechnung jedoch von oben verordnet wurde, gibt es derzeit kaum Mitgestaltungsmöglichkeiten.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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  • Weltglücksbericht: Kleine Staaten vorn.

    WHB2016.

    Die glücklichsten Menschen der Erde leben in kleinen Staaten (≤ 10 Mio. Einwohnerinnen), die meist in Europa liegen. Diesen Schluss gestattet der vierte World Happiness Report (2016) der Vereinten Nationen, der sich auf den Zeitraum 2013-2015 bezieht.

    Er umfasst mehrere Indikatoren wie wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand, Gesundheit, persönliche Freiheiten und Korruption.

    The first World Happiness Report was published in April, 2012, in support of the High Level Meeting at the United Nations on happiness and well-being, chaired by the Prime Minister of Bhutan. Since then we have come a long way. Increasingly, happiness is considered to be the proper measure of social progress and the goal of public policy.

    — Auszug World Happiness Report

    Die fünf weltweit führenden Staaten — Dänemark, Schweiz, Island, Norwegen, Finnland — fallen allesamt in die Kategorie »europäisch und klein«. Island hat gar weniger Einwohnerinnen, als Südtirol. Unter den 20 Bestgereihten befinden sich 13 Kleinstaaten (d.h. 65%), wovon sich neun in Europa befinden.

    Deutschland rangiert auf Platz 16, Frankreich auf 32 und Italien auf 50. Unter den Ländern, in denen sich die Situation im Vergleich zur vorhergehenden Erhebung (Zeitraum 2003-2007) am deutlichsten verschlechtert hat, belegt Italien den wenig beneidenswerten 119. Rang — oder anders gesagt: den achten »von hinten«.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Ortsnamen im Tourismus, ein Lichtblick.

    Hinweistafel Alta Badia.

    Das ladinische Alta Badia war eine der ersten Tourismusregionen in Südtirol, die ausschließlich auf italienische Ortsnamen (Exonyme) gesetzt hatte: Statt Calfosch hieß es touristisch nur »Colfosco«, statt La Ila »La Villa« und statt San Ciascian meist »San Cassiano«. Lediglich La Val weiter unten im Tal präsentierte sich von Anfang an authentisch mit dem ladinischen Ortsnamen (Endonym) auf dem touristischen Parkett.

    Während der letzten Jahre fand die plumpe Form der Anbiederung an den Gast durch italienisch klingende Exonyme immer häufiger Nachahmer im ganzen Land. Der Karerpass setzt auf »Carezza«, das Hochpustertal auf »Alta Pusteria« (samt »Giro delle Cime«) und das ennebergische Al Plan kehrte nach einem kurzen Experiment mit dem ladinischen Endonym zu »San Vigilio di Marebbe« zurück.

    Erst kürzlich stellte auch Alta Badias Schwestertal, das ebenfalls ladinische Gherdëina, seine bis dahin zweinamig exonyme Destinationsbezeichnung um — und heißt seitdem nur noch »Val Gardena«.

    Doch nun scheint ausgerechnet in Alta Badia allmählich ein Umdenken und eine Rückbesinnung auf die eigene Geschichte und Kultur, ergo auf mehr Authentizität, stattzufinden. So jedenfalls würde ich die sehr erfreuliche Entdeckung deuten, dass auf den Skipisten des Tales begonnen wurde, auf neuen Schildern die Exonyme durch die einzigartigen, historisch gewachsenen ladinischen Endonyme zu ersetzen.

    Nach vielen Jahren »San Cassiano« (und »La Villa«, »Colfosco« nebst »Col Alto«) liest man endlich wieder San Ciascian (La Ila, Calfosch, Col Alt) auf den touristischen Hinweistafeln; womit die Gadertalerinnen einem weltweiten Trend folgen, Gäste tatsächlich »bei sich zuhause« willkommen zu heißen und nicht in einer touristischen Trug- und Scheinwelt.

    Wäre nicht verkehrt, wenn dieses Vorbild anderen Tourismusregionen die Irrungen der letzten Jahre ersparen könnte.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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