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  • Schutz der Speditionsfirmen.
    Toninelli und Scheuer schreiben der EU-K

    Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli (5SB) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU-Kommission (EU-K) gewandt, um gegen die restriktive Verkehrspolitik in Nordtirol zu protestieren. Die zuständige Kommissärin Violeta Bulc fordern sie dazu auf, für die Abschaffung der Beschränkungen zu sorgen. Andernfalls, so Toninelli und Scheuer, würden sie den EuGH anrufen. Um die Speditionsfirmen zu schützen, seien sie zu allen möglichen Maßnahmen bereit. Der freie Warenverkehr müsse »um jeden Preis« verteidigt werden.

    Nicht die Bevölkerung, nicht die Umwelt und das Klima also — nein, der Schutz des Lkw-Verkehrs ist diesen Herren derart absolute Beteuerungen wert. Ich hoffe, allen ist klar, auf welche Seite sich Südtirol zum Wohle der Alpen und der Gesundheit der Menschen im Land stellen muss.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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  • Sabes: Italienischprüfung bestanden.

    Wie Südtirol Online (Stol) berichtet, waren die Inspektorinnen des Gesundheitsministeriums von der Italianität Zweisprachigkeit der Krankenhäuser in Bruneck und Bozen »positiv überrascht«. Ein offizieller Bericht der Kontrollmaßnahmen steht allerdings noch aus.

    Indes wird es Medienberichten zufolge bald zu einem Treffen zwischen Regionenministerin Erika Stefani (Lega), Gesundheitsministerin Giulia Grillo (5SB) und Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) kommen. Der hatte ob der konzertierten Angriffe auf Autonomie und Gesundheitssystem, insbesondere die Ausbildung von Fachärztinnen nach österreichischem Modell, die Zusammenarbeit mit der Lega grundsätzlich in Frage gestellt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02 03 04



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  • Frankierter Rück(um)schlag.
    Besser ein einsprachiges Kuvert als gar keines

    Heute einen Fragebogen fürs Diabetes-Screening vom Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) erhalten. Und so sieht der frankierte Rückumschlag aus:

    P.S.: Warum eigentlich muss die Post nach Venedig geschickt werden, wo wir doch jetzt dieses großartige Verteilungszentrum in Bozen haben?

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02



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  • Kompatscher zu Olympia.

    Bezüglich Olympia zitiert Rai Südtirol den Landeshauptmann mit den Worten, dass wir uns dank Zuschlag für Mailand und Anpezo (mit Antholz im Schlepptau) »präsentieren, eine weltweite Aufmerksamkeit nützen und die Besonderheiten Südtirols aufzeigen« könnten.

    Das Mehrsprachige, unsere Kultur, die wunderschöne Landschaft — und dass wir Sportland sind.

    — LH Arno Kompatscher (SVP)

    Transkription: Rai Südtirol

    Das klingt schon mal besser, als »die italienische Nationalhymne in Tracht abspielen«.

    Zudem gab Kompatscher bekannt, dass er bei den Lega-Präsidenten von Lombardei, Attilio Fontana, und Venetien, Luca Zaia, »schon« (!) in der Nacht nach der Vergabe für Südtirol ein Vetorecht im OK gefordert habe, wenn es um Entscheidungen gehe, die Südtirol betreffen.

    Natürlich ist zu hoffen, dass das klappt. Aber: Hätte sowas wennschon nicht im Vorfeld geklärt und vereinbart werden müssen? Jetzt sitzen wieder andere am längeren Hebel und Südtirol muss betteln.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01 02



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  • Olympia ›bei uns‹.
    Die Spiele, die niemand haben wollte

    Mailand und Anpezo konnten sich gestern in Lausanne durchsetzen und die olympischen Spiele 2026 nach »Italien« holen. Auch Südtirol wird mit der Südtirolarena in Antholz Austragungsort sein.

    Die Bewerbung war erfolgreich — doch gegen wen eigentlich?

    • Nord-/Osttirol entschied sich im Oktober 2017 per Volksabstimmung (53,3%) dagegen, eine zunächst geplante Kandidatur von Innsbruck weiterzuverfolgen.
    • Mit einer ähnlichen Mehrheit entschieden sich die Bürgerinnen des Kantons Wallis (54%) im Juni 2018 gegen eine finanzielle Unterstützung der Kandidatur von Sitten/Sion, womit diese hinfällig und zurückgezogen wurde.
      Schon im Februar 2017 hatte sich die Stimmbevölkerung des klassischen Wintersportkantons Graubünden überraschend klar (60,1%) gegen eine Bewerbung ausgesprochen.
    • Im Juli 2018 zog Österreich auch die Bewerbung von Graz/Schladming wieder zurück, nachdem die steirische Landesregierung ihre Unterstützung versagt hatte.
    • Im September 2018 zog Japan die Bewerbung für Sapporo zurück. Man wolle sich ggf. um die Winterspiele 2030 bewerben.
    • Im November 2018 zog Kanada die Kandidatur für Calgary zurück, nachdem sich die Bevölkerung des Wintersportorts in einer Abstimmung (56%) gegen eine Weiterverfolgung der Pläne ausgesprochen hatte. Vorangegangen waren schwierige Verhandlungen mit Föderation und Provinz Alberta zur Finanzierung der Großveranstaltung.
    • Die Kandidatur von Erzurum in der Türkei wurde vom IOK erst gar nicht angenommen, da sich die Austragungsorte zu nah an derzeitigen Kriegsgebieten in Syrien befinden.

    Am Ende blieben nur noch die Bewerbungen von Stockholm-Åre und Mailand-Anpezo übrig, zwischen denen sich die Delegierten gestern zu entscheiden hatten. Doch während sich die schwedische Regierung noch in letzter Minute hinter die eigene Kandidatur gestellt hat, war die Stadtverwaltung von Stockholm nicht für eine tatkräftige Unterstützung des Vorhabens zu erwärmen.

    Und Umfragen des IOK zufolge soll die Zustimmung in der Bevölkerung zur Austragung der Spiele in Italien höher gewesen sein als in Schweden.

    Anzahl Olympiabewerbungen in der Endrunde:
    AustragungsjahrAnzahl
    20262
    20222
    20183
    20143
    20103
    20062
    20024
    19985
    19944
    19927
    19883
    19843
    19801
    19764
    19724
    19686
    19643
    19604
    19564
    19523
    19482

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02



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  • Die großen Macher.
    Quotation

    Maulen wir nicht über die großen Macher, wenn wir es sind, die diesen Machern die Stadt überlassen.

    der zurückgetretene Bozner Vize-BM Christoph Baur (SVP) in ff 25/2019

    Cëla enghe: 01 02



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  • Flächenbombardement aufs Gesundheitssystem.
    Kompatscher stellt Zusammenarbeit mit der Lega in Frage

    Die italienische Zentralregierung geht schon wieder gegen die erst kürzlich reaktivierte Fachausbildung von Ärztinnen nach österreichischem Modell in Südtirol vor. Am 19. Juni wurde eine Anfechtung vor dem Verfassungsgericht beschlossen. Kurz darauf haben nun Inspektorinnen des Gesundheitsministeriums und Carabinieri der Nas-Einheit Kontrollen in den Krankenhäusern von Bozen und Bruneck durchgeführt — unter anderem offenbar wegen einsprachiger Befunde, also wieder eine Hatz auf die deutsche Sprache.

    Der Landeshauptmann stellt ob dieser neuerlichen Angriffe auch die Zusammenarbeit mit der Lega auf Landesebene in Frage.

    Rom wolle jetzt die Ärzteausbildung nach österreichischem Vorbild in Südtirol “schrittweise unmöglich machen”. Dabei sei diese Ausbildung “etwas Selbstverständliches”, so Kompatscher. Er gehe davon aus, dass man sich in Rom “offenbar wieder von Leuten treiben lässt wie Costantino Gallo”. Gallo ist Berater des Gesundheitsministeriums, welches von der 5-Sterne-Bewegung geleitet wird. Er hatte sich — wie im April berichtet — abwertend über “Vaccaland” Südtirol geäußert und die Südtiroler als “genetisch beeinträchtigt” bezeichnet. Kompatscher vermutet, “dass im Gesundheitsministerium gewisse autonomiefeindliche Kräfte am Werk sind”.

    — Dolomiten (24. Juni)

    Es hat tatsächlich den Anschein, als würde man in Rom öffentliche Insitutionen missbrauchen, um zu Lasten tausender Patientinnen einen Privatkrieg auszutragen. Erklärtes Ziel: Die Übernahme des Südtiroler Sanitätsbetriebs, notfalls kommissarisch. Unsere schwache Autonomie bietet wieder einmal keinerlei Schutz vor solch gravierenden Einmischungen, deshalb muss jetzt auf Parteiebene zwischen SVP und Lega nach einer Lösung gesucht werden — ob dies gelingt, steht in den Sternen.

    Solange sich aber in der Bevölkerung nicht massiver Widerstand gegen diese unerhörten Angriffe formiert, wird sich wohl kaum etwas Grundsätzliches ändern.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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  • Immersion in Kanada: Chancen und Risiken.
    Erfahrungen aus dem Mutterland des Schulmodells

    Sprachimmersion in der Schule ist ein Konzept, das in Kanada entwickelt wurde, wo es bis heute fast ausschließlich als french immersion bzw. immersion en Français bekannt ist. Das ist kein Zufall, denn es ist (wie auch hier beschrieben wird) keineswegs dasselbe, ob man Kinder einer Mehrheits- in eine Minderheitensprache badet oder umgekehrt. Eine Englisch-Immersion für Frankophone an einer öffentlichen kanadischen Schule muss man mit der Lupe suchen.

    Interessant ist, was dem einschlägigen, mit Quellen belegten WikipediaEintrag zu french immersion in Kanada zu entnehmen ist.

    Vorteile:

    1. Eine Studie habe gezeigt, dass die Immersion die akademische Leistungsfähigkeit steigern könnte.1Barik, H.C., and M. Swain (1978). Evaluation of a French immersion program: The Ottawa study through grade five Canadian Journal of Behaviour Science, 10(3), S. 201.
    2. Schülerinnen beteiligten sich an Immersionsprogrammen, um berufliche Fähigkeiten zu trainieren und um bessere Anstellungsmöglichkeiten zu erlangen.2Makropoulos, J. (2009). Gaining access to late French-immersion programs: Class-based perspectives of Canadian students in an Ottawa high school Bilingual Research Journal, 32, S. 327.
    3. Immersionsschülerinnen hätten ein höheres Maß an mentaler Flexibilität, was eine Fähigkeit sei, unabhängiger von Wörtern zu denken und ein höheres Bewusstsein für die Bildung von Konzepten zu haben, sowie eine diversifiziertere Intelligenz, als Schülerinnen im regulären Programm.3Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersionThe Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 617.
    4. Die Daten zeigten auch, dass Immersionsschülerinnen einen sprachlichen Vorteil hätten, da sie in der Lage seien, zwei unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, die alternative Möglichkeiten böten, dieselbe Information zu betrachten.4Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersion The Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 621.
    5. Verständnis und Respekt für unterschiedliche Kulturen seien bei Immersionsschülerinnen größer. Zudem erlebten sie eine größere Befriedigung beim Erlernen einer neuen Sprache.5Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersionThe Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 622.
    6. Immersionsschülerinnen hätten auch bessere Möglichkeiten, ihre eigene Kultur oder ihre eigene Nation zu verstehen. So fuße Kanadas Identität darauf, dass es zwei Amtssprachen — Englisch und Französisch — gibt. Immersionsschülerinnen hätten die Möglichkeit, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, was es bedeute, Kanadierin zu sein.6Nagy, P., & Klaiman, R. (1988). Attitudes to and impact of French immersionCanadian Journal of Education, 13(2), S. 275.

    So weit, so wunderbar. Ähnlich wie die Tatsache, dass dieses Modell im Mutterland der Immersion — das zudem, anders als Italien, kein mononationaler Staat ist — fast ausschließlich den Sprecherinnen der englischen Mehrheitssprache angeboten wird, werden aber in Südtirol von Befürworterinnen der (paritätischen) Immersion meist die damit zusammenhängenden Nachteile bzw. Herausforderungen ausgeblendet. Die im Wikipedia-Eintrag unter anderem wie folgt zusammengefasst werden:

    1. Zahlreiche Immersionsschülerinnen erreichten keine erstsprachenähnlichen Fähigkeiten in Französisch.7Roy, S. (2010). Not truly, not entirely…‘Pas comme les Francophones’ – Canadian Journal of Education, 33(3), S. 550 Dies könne mitunter darauf zurückzuführen sein, dass sie sich teilweise weigerten, Französisch außerhalb des Klassenraums zu sprechen, was wiederum davon herrühren könnte, dass sich diese Schülerinnen nicht ausreichend vorbereitet oder mit Kenntnissen ausgestattet fühlten, die Sprache tatsächlich zu sprechen.8Macintyre, P., Burns, C., & Jessome, A. (2011). Ambivalence of communicating in a second language: A qualitative study of French immersion students’ willingness to communicateThe Modern Language Journal, 95(1), S. 94.
    2. Immersionsgrundschülerinnen hätten oft Schwierigkeiten, wenn sie in eine einsprachig englische Oberschule wechselten. Dies führe einem Bericht des Toronto Star zufolge häufig zu Problemen sowohl mit sprachlichen, als auch mit fachlichen Lücken in ihrem Lernen.9Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star. Schülerinnen, die hingegen Zugang zu einer Oberschule mit Immersion hätten, könnten sich überfordert fühlen, wenn sie schwierige Inhalte in Mathematik und Naturwissenschaften in ihrer zweiten Sprache erlernen müssten. Auch Lehrkräfte könnten an solchen Schulen überfordert sein, wenn sie in diesem Kontext nur Französisch sprechen dürften; sie könnten sich unwohl fühlen, wenn in ihren Klassen Englisch benützt werde, um Wortschatz und komplexe Inhalte zu festigen.10Culligan, K (2015). Student and Teacher Perceptions of First Language Use in Secondary French Immersion Mathematics ClassroomsAlberta Journal of Educational Research. 61 (1): 15. Manche Expertinnen empföhlen, in Schulämtern und Ministerien über den Gebrauch der englischen Sprache im Immersionskontext zu diskutieren, wenn es ums Erlernen komplexer Inhalte in Mathematik und Naturwissenschaften gehe.11Turnbull, Cormier, Bourque, M, M, J. The First Language in Science Class: A Quasi-Experimental Study in Late French ImmersionModern Language Journal. 95: 195.
    3. Es sei für Schulen in Kanada extrem schwierig, Lehrkräfte zu finden, die perfekt Französisch beherrschen und gleichzeitig Erfahrung und Nachweise für exzellente Lehrfähigkeiten in den unterschiedlichen Fächern haben, die sie zum Beispiel an Grundschulen unterrichten müssen. Ein Schulamt im Großraum Toronto habe 2017 berichtet, dass 80% der Direktorinnen kürzlich mitgeteilt hätten, es sei extrem schwierig, Französisch sprechende Lehrkräfte auf dem Niveau der Englisch sprechenden zu finden.12Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star. […] Die Provinz Ontario habe geplant, ihre erste einsprachig französische Universität zu gründen, was das Personalproblem mildern könnte.13Gordon, Andrea (20. November 2017). GTA board to decide fate of French immersion amid ‘staffing crisis’.Toronto Star.
    4. Die Studie einer Doktorandin in Schulpolitik an der Universität Toronto habe die Problematik thematisiert, dass Immersionsklassen vielerorts zu einer Zweiklassenschule geführt hätten. Sie beschreibe ein System, wo die intelligenten, motivierten Kinder in die Französischklassen getrichtert würden, während alle anderen in den Englischklassen zurückgelassen würden, die als faktische Niedrigklassen gesehen werden könnten. Die Autorin habe eine an einer Schule in Vancouver durchgeführte Studie thematisiert, die im British Journal of Sociology of Education publiziert wurde, die zum Schluss kam, dass Immersionsprogramme als Cream-Skimming-Phänomen (Entrahmungsphänomen) wirkten, das weißen Eltern aus der Mittelschicht Zugang zu höherem sozialen Status und Prestige gebe.14Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star.
    5. Ein Bericht des Canadian Council on Learning habe ein Scheitern vieler Schülerinnen beim Erlernen von Französisch festgestellt. Obschon die meisten kanadischen Schulkinder Englisch oder Französisch als Zweitsprache in der Schule lernten, führe dies oft nicht zu einer funktionalen Zweisprachigkeit. Die French Second Language Commission der zweisprachigen Provinz New Brunswick habe kürzlich berichtet, dass weniger als 1% der Schülerinnen, die 1994 in das Core-French-Programm eingeschrieben worden seien, bis 2007 das in der Provinz festgelegte Minimum erreicht hätten. Und weniger als 10% der Schülerinnen, die 1995 in die französische Frühimmersion eingeschrieben worden seien, hätten dieses Minimum bis 2007 erreicht.15Parlez-vous français? The advantages of bilingualism in Canada PDFCanadian Council on Learning. 2008. S. 6.
    6. In 2008 sei die Französisch-Immersion in der Vancouver Sun16Gardner, D. The Vancouver Sun, 26. Juli 200817French immersion is education for the elitecanada.com. 26. Juli 2008. dafür kritisiert worden, dass sie zu einem Weg für bessergestellte sozioökonomische Gruppen geworden sei, eine öffentlich finanzierte Elitebildung zu erhalten. Da niedrigere sozioökonomische Gruppen sowie Kinder mit Lern- und Verhaltensstörungen in Immersionsklassen weniger vertreten seien, habe sich eine Situation herausgebildet, in der ehrgeizige Familien Immersion mehr wegen des Streamings als wegen der Sprache wählten.
    7. Der Besuch von Immersionsklassen sei in Kanada für Migrantinnen schwierig geworden, weil Schulverwaltungen und Expertinnen der Schulämter argumentierten, dass bereits der Erwerb von Englisch als Zweitsprache eine große Herausforderung für die Schülerinnen sei.18Canadian Council on Learning. Lessons in learning: French-Immersion education in Canada PDFCanadian Council on Learning. Die begrenzte Zugänglichkeit von Französisch-Immersionsprogrammen für die, die Englisch lernen, sei sehr ähnlich, wie bei Schülerinnen mit besonderen Erfordernissen. Als Ergebnis machten Medien Immigrantinnen für die abnehmende Zahl von Zweisprachigen in Kanada verwantwortlich, während die Zugewanderten nach Möglichkeiten suchten, zweisprachig zu werden.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01 02 03

    • 1
      Barik, H.C., and M. Swain (1978). Evaluation of a French immersion program: The Ottawa study through grade five Canadian Journal of Behaviour Science, 10(3), S. 201.
    • 2
      Makropoulos, J. (2009). Gaining access to late French-immersion programs: Class-based perspectives of Canadian students in an Ottawa high school Bilingual Research Journal, 32, S. 327.
    • 3
      Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersionThe Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 617.
    • 4
      Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersion The Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 621.
    • 5
      Lazaruk, W. (2007). Linguistic, academic, and cognitive benefits of French immersionThe Canadian Modern Language Review, 63(5), S. 622.
    • 6
      Nagy, P., & Klaiman, R. (1988). Attitudes to and impact of French immersionCanadian Journal of Education, 13(2), S. 275.
    • 7
      Roy, S. (2010). Not truly, not entirely…‘Pas comme les Francophones’ – Canadian Journal of Education, 33(3), S. 550
    • 8
      Macintyre, P., Burns, C., & Jessome, A. (2011). Ambivalence of communicating in a second language: A qualitative study of French immersion students’ willingness to communicateThe Modern Language Journal, 95(1), S. 94.
    • 9
      Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star.
    • 10
      Culligan, K (2015). Student and Teacher Perceptions of First Language Use in Secondary French Immersion Mathematics ClassroomsAlberta Journal of Educational Research. 61 (1): 15.
    • 11
      Turnbull, Cormier, Bourque, M, M, J. The First Language in Science Class: A Quasi-Experimental Study in Late French ImmersionModern Language Journal. 95: 195.
    • 12
      Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star.
    • 13
      Gordon, Andrea (20. November 2017). GTA board to decide fate of French immersion amid ‘staffing crisis’.Toronto Star.
    • 14
      Maharaj, Sachin (9. November 2017). Breaking the spell of French immersionToronto Star.
    • 15
      Parlez-vous français? The advantages of bilingualism in Canada PDFCanadian Council on Learning. 2008. S. 6.
    • 16
      Gardner, D. The Vancouver Sun, 26. Juli 2008
    • 17
      French immersion is education for the elitecanada.com. 26. Juli 2008.
    • 18
      Canadian Council on Learning. Lessons in learning: French-Immersion education in Canada PDFCanadian Council on Learning.


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