»Überraschende« Entdeckung.

Tofles dl CAI.

Was bisher — vom CAI und von anderen AVS-Anklägern — unterschlagen wurde: Auch der italienische Alpenverein nimmt es mit der Mehrsprachigkeit und -namigkeit nicht so genau. Wie in Val Badia, wo zum Teil einsprachig italienisch (s. Abbildungen), zum Teil italienisch-deutsch, in den seltensten Fällen ladinisch beschildert wird.

Deshalb einige Fragen an den CAI:

  1. Wie sitzt es sich im Glashaus?
  2. Wie will man den Nationalismus-Vorwurf von der Hand weisen, wenn diese Beispiele zeigen, dass es dem CAI offensichtlich nicht um Mehrsprachigkeit, sondern um Italianisierung geht?
  3. Darf man es hinterfotzig nennen, in der Öffentlichkeit für »Respekt« zu werben, den man anderen selbst nicht gewährt?
  4. Wie schaut es denn mit der vielbeschworenen Sicherheit aus? Gilt die nur für Italiener?
  5. Wo bleibt das Autonomiestatut, auf das sich der CAI beruft? [Wo das Einschreiten des Präfekts?]
  6. Historische Einnamigkeit nein, tolomeische Einnamigkeit ja?
  7. Wollen wir diese Bilder dem CAI-Dossier für Innenminister Maroni hinzufügen?

Ich freue mich auf eine Antwort.

Siehe auch: [1] [2]

Egartner war unwählbar.

Wie das Landesgericht jetzt erstinstanzlich festgestellt hat, war L.Abg. Christian Egartner (SVP) aufgrund von Unvereinbarkeit unwählbar, da er zum Zeitpunkt der Landtagswahlen als Vorsitzender des Unternehmerkonsortiums Conbau in einem Vertragsverhältnis zur Landesregierung stand. Die Conbau ist an der Errichtung des Leiferer Tunnels und der Umfahrung von Auer beteiligt.

Egartner hat zwar bereits angekündigt, gegen das Urteil berufen zu wollen; ungeachtet dessen, was das Gesetz in diesem Falle vorsieht, gebietet jedoch der politische Anstand das Amt ruhen zu lassen, bis die Angelegenheit vollständig geklärt ist. Auf diesen Anstand werden wir aber wohl vergeblich warten.

Halbdirekte Demokratie.

Extrembergsteiger und ex MdEP Reinhold Messner versucht gemeinsam mit Teilen der SVP (einschließlich des Landeshauptmanns) die Abstimmungsvorlage zur direkten Demokratie als einen unseligen Vermischungsversuch von repräsentativen und direktdemokratischen Elementen zu delegitimieren — eine Mischform, die dem Lande angeblich nur schaden könne. Man müsse sich zwischen einer repräsentativen (das heutige Südtirol) und einer direkten Demokratie, wie es die Schweiz sei, entscheiden.

Derartige Mystifizierungsversuche sind entschieden zurückzuweisen. Und nichts ist einfacher: Die Schweiz ist nämlich gar keine direkte, sondern genau genommen gerade eine solche Mischform, vor der uns Durnwalder-Freund Messner warnen möchte. Und sie funktioniert bekanntlich hervorragend.

Aus Wikipedia (heutiger Stand):

Als halbdirekte Demokratie wird die Regierungsform bezeichnet, die sich zwischen der repräsentativen und der direkten Demokratie positioniert. Bei der halbdirekten Demokratie wählt das Volk seine Vertreter in ein Parlament, dieses wiederum wählt die Mitglieder der Staatsregierung. Die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger dürfen zudem durch Volksinitiativen und Referenden Gesetze vorschlagen, ändern oder aufheben.

Diese Regierungsform ist eine seltene Form, da sie nur in der Schweiz angewendet wird. Grund dieser Mischform zwischen repräsentativ-demokratischen und direkt-demokratischen Elementen ist es, das Mehrheitsprinzip gegen eine höhere Beteiligung von Minderheiten am Entscheidungsprozess aufzugeben. Die halbdirekte Demokratie ist deshalb von umfassende[n] Verhandlungen und von Kompromissen abhängig.

Abstimmungsempfehlung Landesreferenda ’09.

Am 25. Oktober werden in Südtirol die ersten landesweiten Volksbefragungen stattfinden, die eine neue Ära der Bürgerbeteiligung und der Basisdemokratie einläuten. Sie werden nach den Regeln des vom Landtag verabschiedeten Gesetzes abgehalten, das durch die Vorlage der Initiative für mehr Demokratie (Nr. 4) bereits bei diesem ersten Wahlgang deutlich verbessert werden könnte.

Die Brennerbasisdemokratie ruft dazu auf, zahlreich an der Volksbefragung teilzunehmen, um den Politikern zu signalisieren, dass die Bevölkerung den Anspruch erhebt — und sehr wohl über die nötige demokratische Reife verfügt — an demokratischen Entscheidungen direkt teilzunehmen!

Am 25. Oktober kann über fünf Voschläge befunden werden:

  1. »Vorrang der Einheimischen bei der Wohnbauförderung«. -Empfehlung: NEIN. Diese Maßnahme hemmt die Integration von Zuwanderern und bedeutet für die Einheimischen kaum konkrete Vorteile.
  2. »Stop dem Ausverkauf der Heimat« durch eine rigorose Regelung der Zweit- und Ferienwohnungen über die Raumordnung nach Nordtiroler Vorbild. -Empfehlung: JA. Ferienwohnungen, die viele Monate im Jahr leerstehen, tragen ohne nennenswerten Nutzen zur übermäßigen Verbauung und Zersiedelung unseres Landes bei. Außerdem verschaffen sie Leuten zu einem Wohnsitz in Südtirol, die sich häufig nicht für die Realität des Landes interessieren. Nebenwirkung: Die Wohnungspreise für Einheimische steigen.
  3. »Neuregelung der Volksabstimmungen und Volksabstimmung über Großprojekte«. -Empfehlung: NEIN, da der Vorschlag der Initiative für mehr Demokratie (Referendum Nr. 4) wesentlich stimmiger erscheint.
  4. »Landesgesetz zur Direkten Demokratie«, durch die Initiative für mehr Demokratie zusammen mit ausgewiesenen Fachleuten ausgearbeitet, könnte Südtirol mit einem der europaweit modernsten Gesetze zur Bürgerbeteiligung ausstatten. -Empfehlung: JA. Es handelt sich um ein rundum ausgereiftes, hervorragendes Gesetz, das die besten Elemente direktdemokratischer Erfahrungen (wie jene der Schweiz) in sich vereint.
  5. »Landesgesetz zur Verminderung des Flugverkehrs«. Diese Vorlage verdient hier eine gesonderte Behandlung, da sich dafür nicht direkt eine Empfehlung aus den -Grundsätzen ableiten lässt. Ich persönlich empfehle hier mit NEIN zu stimmen, da ich der Meinung bin, dass Südtirol zusätzlich zu einem starken und funktionierenden Bahn- auch ein passendes Flugangebot benötigt. Begründet habe ich das hier.

Siehe auch: [1]

Killer della strada tranquilli, c’è il preavviso.

di Romano Viola

Secondo l’ultima «direttiva Maroni» sui controlli di velocità , le postazioni dell’autovelox devono essere sempre «preventivamente segnalate» e «ben visibili». Mai più controlli, insomma, senza preavviso. Peccato che in Italia gli incidenti stradali causino ogni anno 5.000 morti e 300.000 feriti. E che la causa principale di questa strage sia proprio la velocità  eccessiva. All’estero — dall’Austria agli Usa — i controlli sono severissimi e senza preavviso. Da noi invece, secondo Maroni, i guidatori vanno sempre preavvertiti. Con la retorica (e ipocrita) motivazione dell’«esigenza di informazione dell’utenza» e della «massima trasparenza dell’attività  di prevenzione»! I tanti killer in potenza che si aggirano sulle nostre strade, guidando come i pazzi, non potranno che essere d’accordo: la proibizione dei controlli improvvisi toglie l’unico deterrente di cui avevano davvero paura. D’ora in avanti basterà  che rallentino dopo il segnale «ben visibile» che preannuncia l’autovelox. E poi potranno riprendere a sfrecciare indisturbati.
Va aggiunto che la direttiva del ministro Maroni pone, paradossalmente, anche un problema di equità . È forse giusto che il principio «nessun controllo senza preavviso» vada a favore dei soli automobilisti? Coerenza vuole che vada a favore di tutti. Dei commercianti, che dovrebbero conoscere l’ora esatta del controllo sugli scontrini fiscali. Dei mafiosi, che dovrebbero sapere l’orario delle intercettazioni giudiziarie. Degli spacciatori, che andrebbero informati in anticipo dei controlli antidroga. E anche dei ragazzi delle scuole, poverini. Gli insegnanti possono controllare senza preavviso se copiano il compito in classe da un libro nascosto sotto il banco. Ma se gli automobilisti hanno il diritto di essere preavvisati della presenza di un autovelox, non sarebbe giusto che anche gli studenti fossero preavvisati (magari con un colpo di campanello) quando i professori stanno per fare un giro di controllo?

dal quotidiano A. Adige, rubrica ViolAzioni, 03.09.2009

Leggi anche: [1]

La vera di toponims.

Sun la chestion di toponims zapa sen ence ite l Comissar dl Govern a Bulsan, Fulvio Testi, pretenan che l AVS mete su les tofles bilinghes (trilinghes! ma en verité dantaldut la dizion taliana) sun i trois da mont y chel tres na sort de ultimatum: anter i 15 de otober. Chest ne vegnirà  ben nia tegnù ite, ajache degun partì todesch ne pò se empermete y ne ti darà  mai sostegn ai inoms tolomeics ofizialisés dal fascism, tant demanco te chest temp olà che al vegn recordé Andreas Hofer y l’unité de Tirol a Dispruch te valch edema. En plu à  la provinzia de Bulsan, aladò dl statut, la competenza primara sun la toponomastica. Demé che al fova na chestion tant zitia che enfin a ciamò ti à n astilé fora. La vera di toponims jirà  inant, la chestion cuej.

L AVS (Alpenverein Sudtirol) à  dessegur dé n vare massa inant, sfrian demez ence de scemples indicazions sciche “Fermata”, “2 ore a …”, “Bolzano”, “Laives” per talian da sies tofles y sternan dlonch esonims todesc sibe tles valedes ladines che soura les seides provinziales fora. Les diretives vegniva dal aut, dal president Georg Simeoni. Demez con i toponims talians (y en pert con chi ladins)!

Ma nience da pert taliana ne él nia dut enscì, cler, linear y logich, desche la argomentazin se dejouj. Te Sudtirol méssen respeté i derc de na mendranza, autrò tla Talia ne i recònescen nience. An sà , la Talia é n stat che se fej ert de fé valch ativamenter per les mendranzes: la despartizion di ladins é demé un n ejempl eclatant, la situazion di furlans o di ozitans n’autra. Demé cheles mendranzes che giaud de na sconanza particolara tres n tratat internazional: i todesc de Sudtirol (Acord de Paris y 2 ressoluzions dl’ONU per mené do) y i slovens tla provinzia de Triest (tratat de Osimo) é plu al segur giuridicamenter. La Talia à  chilò messù se storje a la prescion internazionala. Demé chestes does mendranzes à  na brancia internazionala. I autri é sotmetus a les vueies y vueia de dé pro valch dert a na mendranza ne à n tla Talia nia cis. N lingaz de mendranza vegn al plu toleré sciche “coriosité folcloristica locala”, da mete endere dagnora sot a la gran tofla “talianiscim”. Enscì pòn ence giudiché l fat che la court costituzionala à  afoné la lege regionala sun na maiour sconanza y promozion tl Friul. Contra l furlan à n fat ti ultims agn na campagna dassen agressiva sun i maiours foliec a livel nazional: dut cie che al vegn fat per promueve l lingaz furlan é n desmazé scioldi publics y vegn demeztroi ridicolisé sciche localism ciaradous. I ladins é ence demé “n ejempl de convivenza” tant die che al é folclor.

Te Sudtirol voléssen sen mazé tres “a ries” la toponomastica de Ettore Tolomei con de vigni sort de argomentazions (16.735 toponims ofizialisés dl 1923 dal rejim fascist, en gran pert traduzions o adatazions al lingaz talian; chest fova demé 1 n pont sun l program de Tolomei, ciala liam dessot). Les origines de chesta toponomastica ne vegn depierpul nia metudes en discuscion. Al contrar: te n iade deventa duc de gran sostegnidours dl “bilinguism”, dl “europeism”, dl “multiculturalism y dl “multilinguism”, ence chi de man dreta che combat da tres contra l statut de autonomia, ma con i toponims tolomeics. Enfinamai l partì SD (Sinistra Democratica – Demokratische Linke) se à  damané l respet di toponims tolomeics ofizialisés tl temp fascist tres na plura a la procura. Nience l assessour en ciaria (PD) y vize-president, Christian Tommasini, ne pò se tré sotfora a les prescions dl CAI (Club Alpino Italiano) che ne vuel daldut ne nia renunzié a les traduzions tolomeiches (“Prontuario dei nomi locali dell’Alto Adige” – http://xoomer.virgilio.it/tribunale/), dutaorela ofiziales sun les chertes talianes. A chesta moda cioda i ladins endò de ruvé n iade sot a les rodes de todesc y de talians.

L spirit de Ettore Tolomei da Wikipedia:

http://it.wikipedia.org/wiki/Ettore_Tolomei

http://it.wikipedia.org/wiki/Il_Programma_di_Tolomei

Übernommen von: Noeles.info

Höchste Zeit für ein Ortsnamengesetz.

Jetzt ist also der Präfekt — der Wachhund Roms, den es z. B. in der Vallée d’Aoste nicht zu brauchen scheint — in der Causa Wegweiser eingeschritten, um die Zweinamigkeit auch des letzten Kaffs und der letzten Alm aus vorgeschobenen »Sicherheitsgründen« anzuordnen. Die Lächerlichkeit der Argumente kennt wirklich keine Grenzen, und der Zusammenhalt der staatlichen Institutionen ist perfekt, wenn es auch im 21. Jahrhundert darum geht, das Werk eines Verfälschers des Schlags eines Tolomei zu vollenden.

Es ist höchste Zeit:

  • die koloniale Institution des Präfekten und Regierungskommisärs endgültig abzuschaffen;
  • die Zuständigkeit des Landes Südtirol auszuschöpfen, um die Ortsnamenfrage einer gesetzlichen Lösung zuzuführen; sollte ein Gericht die Einnamigkeit von Flurnamen beanstanden, kann und muss die Causa bis zur letzten internationalen Instanz durchgefochten werden.

Gleichzeitig wären m. E. AVS und TVs sofort anzuweisen, die vollständige Zwei- und Dreisprachigkeit, sowie im Falle größerer Ortschaften ggf. auch die Zweinamigkeit wiederherzustellen.