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  • Oriol Junqueras: EU-Parlament beschließt Einlassung in EuGH-Verfahren.

    Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (JURI) hat gestern überraschenderweise beschlossen, sich in den Rechtsstreit um die Immunität von Oriol Junqueras (ERC–EFA) vor dem EuGH in Luxemburg einzulassen. Dies berichtet die katalanische Nachrichtenagentur ANC.

    Junqueras befindet sich seit Monaten in Haft, weil er als katalanischer Vizepräsident am Referendum vom 1. Oktober 2017 mitgewirkt hatte. Aus diesem Grund konnte er sein im Mai errungenes Mandat als EU-Abgeordneter bislang nicht wahrnehmen. Die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen der UNO hatte die unverzügliche Feilassung des Politikers gefordert.

    Das einschlägige Gutachten des EVP-Abgeordneten Geoffrey Didier soll von einer Einlassung in das Verfahren abgeraten haben. Sozialdemokratinnen, Liberale und Grüne hätten sich aber geschlossen gegen diese Linie gestellt. EVP und Konservative (EKR) seien somit überstimmt worden. Die Sitzung fand teilweise hinter verschlossenen Türen statt.

    Der Entscheid des Rechtsausschusses geht nun — laut ANC — an den Präsidenten des EU-Parlaments, David Sassoli (PD–S&D), der dann aufgefordert ist, die nötigen Schritte einzuleiten.

    Die nächste Sitzung des EuGH zu diesem Fall ist für den 14. Oktober angesetzt.

    Cëla enghe: 01 02 || 01 02



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  • Österreichische ›Inkursionen‹ am Brenner.

    Die Tatsache, dass Nordtiroler Polizeibeamte am Brennerpass bisweilen auf Südtiroler Seite einen Kaffee trinken oder einen Einkauf tätigen, ohne dafür ihre Uniform abzulegen, hatte den Post-Postfaschisten Alessandro Urzì (AAnC/FdI) kürzlich in Schnappatmung versetzt. Mit Anfrage 331/19 hatte er sich deshalb bei der Südtiroler Landesregierung erkundigt, ob sie nicht die italienischen Zentralbehörden auffordern wolle, diese »nicht rechtfertigbaren Einfälle« zu beenden. Um genau zu sein, bemühte er den Begriff »incursioni«, was laut Treccani-Wörterbuch eine »scorreria rapida e violenta di gente armata« (ein schneller und gewaltsamer Einfall Bewaffneter) oder eine »operazione di temporanea penetrazione nel territorio nemico condotta da piccoli gruppi di specialisti per compiervi, di sorpresa, distruzioni o azioni di disturbo« (zeitlich begrenztes Eindringen kleiner Spezialistengruppen in Feindesland, um überraschende Zerstörungen oder Störaktionen durchzuführen) wäre.

    Anstatt diese lächerliche Provokation des rechtsradikalen Abgeordneten abzuwimmeln, hat sich die Landesregierung — wie man der Antwort auf die Anfrage entnimmt — allen Ernstes mit dem Regierungskommissariat (also mit der Vertretung der von Urzì angesprochenen »italienischen Zentralbehörden« im Lande) in Verbindung gesetzt. Demzufolge seien aber die Eintritte der österreichischen Polizei auf italienisches Staatsgebiet — beschränkt auf die Ortschaft Brenner — gemäß bilateraler Vereinbarung zwischen Österreich und Italien zulässig. Während der letzten zwei Jahre habe es auch keine Polizeiarbeit österreichischer Beamter am Bahnhof Brenner gegeben.

    Die einzige suffisante Bemerkung befindet sich im Schlusssatz: Es sei aber durchaus plausibel, dass Angehörige der österreichischen Polizei in diesem Rahmen irgendetwas bei einem Lokal auf Südtiroler Seite konsumiert haben könnten.

    Es lebe das »grenzenlose« Europa.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01 02 03



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  • 1. Oktober 2017: Polizeigewalt vor der UNO.

    Bald zwei Jahre nach dem 1. Oktober 2017 will der Verein Democràcia i Justícia per Catalunya zwei Sammelklagen bei vier unabhängigen Berichterstatterinnen der Vereinten Nationen (UNO) vorbringen. Dies berichtet das katalanische Nachrichtenportal Vilaweb. Es gehe vorerst um rund 50 Opfer der brutalen Polizeiübergriffe beim damaligen Unabhängigkeitsreferendum, deren Fälle auch vor katalanischen Gerichten verhandelt werden. Wie Democràcia i Justícia bekanntgab, hatte die UNO selbst die Einreichung detaillierter Sammelklagen empfohlen.

    Nach ihrer Hinterlegung werde der spanische Staat von der UNO um eine Gegendarstellung gebeten. Anschließend würden die Berichterstatterinnen die Fälle einzeln begutachten und am Ende einen Abschlussbericht veröffentlichen.

    Obschon es sich bei den Berichten selbstverständlich um keine Urteile handle, habe sie das spanische Höchstgericht (Tribunal Supremo) in seiner Rechtsprechung schon als Teil des internationalen Rechts eingestuft. Ähnlich sehe es auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), weshalb sie von großer Bedeutung sein könnten. Ziel der Klagen sei es, sich von den Berichterstatterinnen bescheinigen zu lassen, dass die Polizei am 1. Oktober 2017 keineswegs mit gewalttätigen Gegnerinnen konfrontiert war, sondern auf harmlose Wählerinnen und friedliche Kundgebungsteilnehmerinnen losgegangen ist.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Frankreich: Regionalsprachen bei der Matura.

    In Frankreich, wo Minderheitensprachen keinen besonderen Schutz genießen, werden viele Regionalsprachen dennoch an öffentlichen Schulen angeboten. In der Folge stehen diese auch beim Baccalauréat (Bac), das der Matura entspricht, zur Auswahl. Der französische Radiosender RTL hat Ende Juni eine Aufstellung der »regionalen und seltenen Sprachen« veröffentlicht, die beim diesjährigen Bac zur Wahl standen. Es handelt sich um Baskisch, Bretonisch, Korsisch, Kreolisch, Okzitanisch sowie um die Regionalsprachen von Elsass und Mosel. Ferner Amharisch (in Äthiopien beheimatet), Bambara (Mali), Swahili (Uganda), die melanesischen Sprachen, Fulfulde (in mehrere afrikanischen Ländern gesprochen) und andere mehr. Nicht zuletzt steht auch die französische Gebärdensprache zur Wahl.

    Italien gibt zwar an, seine Minderheiten zu schützen und zu fördern, wie es von der Verfassung vorgesehen wäre. Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen hat Rom (genauso wie Paris) jedoch niemals ratifiziert. Und mir wäre auch nicht bekannt, dass bei der Matura Friaulisch, Sardisch, Griko oder Okzitanisch zur Wahl stünden.

    Ausnahmen bilden die anderweitig geschützten Sprachen in den Grenzgebieten (Deutsch/Südtirol, Französisch/Aosta, Slowenisch/Friaul-Julien).

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01 02



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  • Tiroliban-Merkheft.

    Ich will schon seit gestern irgendetwas Abfälliges über das neue Merkheft der Süd-Tiroler Freiheit (Südtiroler Trutzlied, »Süd-Tirol, viel zu schade für Italien«, »Unser Unterricht bleibt DEUTSCH!«…) schreiben, doch mein Hirn weigert sich beharrlich, sich mit soviel Schwachsinn auseinanderzusetzen. Wofür ich Verständnis habe.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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  • Menschendrang.
    Quotation

    Erringen will der Mensch, er will nicht sicher sein.

    – Johann Wolfgang von Goethe



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  • Toponimi, il compromesso unilaterale.

    Venerdì scorso (23.08.) sul quotidiano A. Adige è comparso un fondo di Federico Guiglia che mi è subito piaciuto per la sua estrema chiarezza. In tema di toponomastica, dice Guiglia, non c’è bisogno di alcun compromesso, perché il compromesso c’è già ed è racchiuso nello statuto di autonomia: i toponimi imposti dal fascismo, «secolari» e competenza dello stato (falso), non si toccano — semmai si ufficializzano quelli «tedeschi (e ladini)». Un principio che sarebbe stato reso ancor più insormontabile da recenti pronunce della Corte costituzionale (quella su Sèn Jan, imprimis), che con la sua sentenza 42 del 2017 avrebbe affermato anche la «primazia della lingua italiana».

    Quella esposta da Guiglia è una concezione particolare di «compromesso», ma non per questo meno diffusa.

    Un regime totalitario, in due fasi, stravolge la toponomastica di un territorio con lo scopo — chiaro e dichiarato — di snazionalizzare e assimilare la popolazione residente. In un primo momento, con l’uso della forza, impone una toponomastica inventata (pessimo surrogato) e poco dopo, sempre con la forza, sopprime totalmente i toponimi preesistenti.

    Lo stesso stato, diventato repubblica, posteriormente rinuncia alla soppressione (senza preoccuparsi minimamente della reintroduzione), ma — in barba alle convenzioni internazionali — nemmeno a una virgola dell’imposizione. Ecco pronto il «compromesso», a sua volta prontamente affidato a un arbitro di parte, perché in seno alla Corte costituzionale la minoranza sudtirolese conta — al massimo — per lo zerovirgola del proprio peso demografico/elettorale.

    Se questo veramente abbiamo il coraggio di chiamarlo un compromesso, mi piacerebbe capire quale sarebbe stata l’alternativa. La continuazione delle politiche fasciste, senza soluzione di continuità?

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02



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  • Bhf. Franzensfeste: LReg. ahnungslos.

    Mit ihrer Landtagsanfrage Nr. 181 vom 14. März 2019 hatten die Freiheitlichen unter ausdrücklicher Bezugnahme auf den entsprechenden Beitrag auf bei der Landesregierung nachgefragt, (1.) ob sie über die gesetzwidrige neue Beschilderung am Bahnhof Franzensfeste informiert sei, (2.) an welchen anderen Bahnhöfen im Land bereits ähnliche Schilder montiert worden seien und (3.) ob sie schon bei den zuständigen Stellen interveniert habe.

    Auf alle drei Fragen antwortete Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) ganze zwei Monate später, am 15. Mai:

    Die Landesregierung verfügt derzeit über keine Informationen, hat aber den Schienennetzbetreiber bereits mit der Bitte um Auskunft kontaktiert. Sobald diese Informationen vorliegen, werden wir Sie unverzüglich darüber in Kenntnis setzen.

    – LH Arno Kompatscher

    Bis heute — seit der Anfrage sind bald fünfeinhalb Monate vergangen — scheint auf der entsprechenden Seite des Landtags keine Ergänzung auf. Der Schienennetzbetreiber (RFI) hat wohl nicht geantwortet und die Landesregierung scheint außerstande, im Laufe eines halben Jahres jemanden nach Franzensfeste zu schicken, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Notfalls gäbe es auch die Fotos, die dem -Beitrag beigefügt sind.

    Am 25. Juni haben die Blauen mit einer neuen Landtagsanfrage (Nr. 334) nachgehakt. Bislang wurde aber auch die nicht beantwortet, obwohl die angegebene Beantwortungsfrist am 25. Juli verstrichen ist.

    Es wird nur ein Gefühl sein, aber die Anfragen des Post-Postfaschisten Urzì (01 02 03 04) scheinen mir deutlich geschmeidiger zu verlaufen.

    Cëla enghe: 01 02 03



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