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  • Plodn: Schwere Gefahr für die Italianità.

    Alessandro Urzì (AAnC/FdI), dem man nicht weiter Beachtung schenken müsste, wenn ihm römische Zentralregierungen nicht immer wieder folgen würden, hat den Kampf gegen die Gemeindebezeichnung »Sèn Jan« aufgenommen, weil sie seiner Meinung nach ein schlimmer, schlimmer Präzedenzfall wäre: Ortschaften in Italien hätten einen italienischen Namen zu tragen, und das sieht auch die scheidende Regierung Gentiloni (PD) so.

    So weit, so nationalistisch. Dass die Ortsbezeichnungen in Aoûta (Aosta) fast durchwegs französisch sind, dürfte selbst Urzì bekannt sein. Nicht ganz so viele wissen, dass es auch im Piemont Gemeinden (Oulx, Exilles…) gibt, die ihren im Faschismus italianisierten Ortsnamen wieder abgelegt haben.

    Und nun muss Urzì ganz stark sein, denn in der Gemeinde Plodn, die erst kürzlich von Venetien abgetrennt und dem Friaul angegliedert wurde, haben sämtliche Fraktionen einen »italienischen« und einen »plodnarischen« Namen, wobei aber ersterer nicht immer zur Zufriedenheit des Postfaschisten ausfallen dürfte.

    Insgesamt 15 Weiler umfasst die Gemeinde, darunter (jeweils mit der »italienischen« und der »plodnarischen« Fraktionsbezeichnung) beispielsweise:

    • Puiche/Puicha
    • Ecche/Ekke
    • Kratten/Krotn
    • Hoffe/Houve
    • Cottern/Kòttern
    • Mühlbach/Milpa
    • Bach/Pòch (Sitz der Gemeinde)
    • Pill/Pihl
    • Lerpa/Lèrpa

    Um die Italianità ist es nicht wirklich gut bestellt. Doch was Plodn darf, darf Sèn Jan eben noch lange nicht.

    Cëla enghe: 01 02 || 01



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  • Tankstellen als mehrsprachige Nahversorger.
    Zuviel verlangt?

    Wie die Tageszeitung heute berichtet, hat die Landesregierung beschlossen, entlegene Tankstellen mit geringem Treibstoffabsatz zu fördern, da sie einen Beitrag zur Nahversorgung leisten und längere Umwege vermeiden helfen.

    Eine (nicht so) revolutionäre Idee: Nachdem viele Tankstellen — auch auf dem Lande — häufig »einsprachig« sind, könnte man die Förderungen an die Einhaltung von Zwei- und Dreisprachigkeit im Sinne der Konsumentinnen binden. In Ermangelung einschlägiger Vorschriften (Stichwort: Vorzeigeautonomie) könnte man damit vielleicht zumindest indirekt für eine Sensibilisierung der Erdölmultis für dieses Thema bewirken.

    Zum Vergleich: In der Schweiz oder in Spanien ist es normal, dass an den Tankstellen die jeweiligen Landessprachen (Französisch, Italienisch bzw. Katalanisch, Baskisch etc.) berücksichtigt werden. Kein Ding der Unmöglichkeit.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Professoressa «ribelle», nuovo schiaffo a Madrid.
    Clara Ponsatí riavrà una cattedra all’università di St Andrews

    Sedizione, ribellione e malversazione, questi i reati imputati ai membri del governo catalano di Carles Puigdemont (PDeCAT) in relazione al processo di indipendenza culminato nel referendum del 1 ottobre 2017, con la successiva attivazione dell’articolo costituzionale 155 da parte del governo spagnolo. Di fronte a una «giustizia» sempre più aggressiva e a un rifiuto permanente da parte di Madrid di qualsiasi intesa politica, alcuni ministri catalani e lo stesso Puigdemont si sono rifugiati a Bruxelles, mentre altri sono stati incarcerati preventivamente.

    Tutti quanti rischiano condanne fino a 30 anni di prigione, anche se ieri la Corte europea dei diritti dell’uomo (CEDU) ha mandato una prima boccata d’ossigeno, limitando l’uso indiscriminato dei «delitti d’odio» da parte dei tribunali spagnoli.

    Uno schiaffo alla Spagna, oltre che da Strasburgo e dalla Svizzera, negli ultimi giorni è venuto anche dalla Scozia, dove da Bruxelles si è ora trasferita Clara Ponsatí, ministra dell’educazione nel governo Puigdemont. Anche per lei, infatti, sia la magistratura sia i giudici del Tribunal Supremo hanno escluso l’emissione di un nuovo mandato europeo di cattura, facendo intendere quanto la Spagna sia isolata nella sua persecuzione politica del governo catalano. Ma non basta, perché Ponsatí non solo non si è resa irreperibile, ma riavrà anche la sua cattedra presso la rinomatissima — nonché pubblica! — University of St Andrews, che aveva lasciato proprio per aderire alla compagine governativa di Carles Puigdemont.

    Quindi non solo il Regno Unito non la arresterà, ma restituirà a Ponsatí un pregiato incarico pubblico. Più chiaro di così…

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • La Corte di Strasburgo condanna la Spagna.
    Limitazione inammissibile della libertà di espressione

    La Corte europea dei diritti dell’uomo (CEDU) ha reso pubblica una sentenza nei confronti dello stato spagnolo, che ne condanna senza sconti la limitazione della libertà di manifestazione del pensiero. I fatti oggetto di giudizio risalgono addirittura al 2007, quando due giovani catalani — antimonarchici e indipendentisti — prendono la decisione certamente discutibile di bruciare in pubblico un ritratto, a testa in giù, del re e della sua consorte. Identificati dalla polizia, i ragazzi vengono condannati (nel 2008) a 15 mesi di detenzione per «disprezzo e vilipendio della corona» dalla famigerata Audiencia Nacional, che ravvisa un «delitto d’odio», giudizio confermato (nel 2015) dalla Corte costituzionale, alla quale i due si rivolgono.

    Inutile ricordare che la pronuncia della CEDU è di particolare interesse a fronte, soprattutto, dei fatti degli ultimi mesi, nei quali la giustizia spagnola ha cominciato a perseguire sistematicamente rappresentanti politiche, artiste e semplici cittadine per le loro idee antimonarchiche o indipendentiste o più semplicemente per aver chiesto la liberazione delle incarcerate politiche. In molti casi le condanne sono avvenute per supposti «delitti d’odio».

    Con una decisione presa all’unanimità, la CEDU impone alla Spagna di restituire ai due giovani attivisti politici la multa di 2.700,- che gli era stata inflitta, oltre a 9.000,- a titolo di risarcimento. Nella sentenza ricorda che

    la libertà di espressione costituisce uno dei fondamenti essenziali di una società democratica

    che non vale solo per le informazioni e le idee

    accolte con favore o ritenute inoffensive o indifferenti, ma anche per quelle che urtano, scioccano o inquietano: così esigono il pluralismo, la tolleranza e lo spirito di apertura senza i quali non esiste società democratica.

    Inoltre fa notare che le limitazioni della libertà di espressione sono generalmente possibili, ma quasi sempre inammissibili in ambito politico — a maggior ragione se chi è oggetto di critica riveste una carica pubblica.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09



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  • LEC mich am Brenner.

    In einem für Südtirol hochsensiblen Bereich wie dem (Transit-)Verkehr wird an der A22 seit Oktober 2016 und noch bis April 2021 ein — 3,8 Millionen Euro teures — Pilotprojekt durchgeführt. Unter dem Namen BrennerLEC (Low Emissions Corridor) werden mithilfe einer EU-Finanzierung (Life-Projekt) Schritte getestet, die zur Senkung von Luft- und Lärmverschmutzung beitragen sollen.

    Allerdings klingen Maßnahmen wie dynamische Geschwindigkeitsbeschränkungen, befahrbare Pannenstreifen und »intelligente« Beschilderung ungefähr so innovativ und testbedürftig wie Dampfmaschine und Wählscheibentelefon.

    Anlass für diesen Beitrag ist jedoch die fehlende Zweisprachigkeit, denn obschon

    • die Autobahnbetreibergesellschaft zu über 80 Prozent in öffentlichem Besitz ist
    • Landesumweltagentur und IDM Südtirol zu den Projektpartnerinnen gehören
    • die Teststrecke nur Südtirol und das Trentino umfasst und
    • das Projekt von öffentlichem Interesse ist

    hält man es bei BrennerLEC nicht für nötig, Publikationen wie die Auswertung des »öffentlichen Bewertungsfragebogens« auch auf Deutsch zu veröffentlichen.

    Das öffentliche Interesse wird nicht zuletzt auch dadurch bestätigt, dass an der ersten Phase der Befragung 635 Teilnehmerinnen aus Südtirol, 597 aus dem Trentino und nur 83 nicht in der Region Ansässige teilgenommen hatten.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02



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  • Hofers Freunde.
    Südtiroler Patrioten sind keine Naziidioten?


    von le8mani

    Es ist schon lobenswert, wenn sich unsere heimattreuen Politiker den Antifaschismus auf die Flagge schreiben und aktiv gegen den alten und neuen italienischen Faschismus ankämpfen, etwa wenn man gegen Alpiniaufmärsche oder das Siegesdenkmal mobilisiert. Mit Slogans wie „Tiroler Patrioten sind keine Naziidoten“ will man sich auch vom Rechtsextremismus nördlich des Brenners abgrenzen, wurde ihnen als „Deutschtümler“ doch oft vorgeworfen, sich nur gegen den italienischen Faschismus zu positionieren, aus historischen Gründen — und gezwungenermaßen. Matthias Hofer, Olanger Gemeinderrat der Süd-Tiroler Freiheit und Mitglied des Süd-Tiroler Heimatbundes, ließ es sich vor kurzem nicht nehmen, am „Kongress der Verteidiger Europas“ als Referent teilzunehmen.

    Besagtes Event ist nach Eigenangabe die „wichtigste Veranstaltung für Patrioten im deutschsprachigen Raum“, tatsächlich wird es als eines der größten Vernetzungstreffen von rechten und rechtsextremen AktivistInnen, PublizistInnen und PolitikerInnen gehandelt. Stattgefunden hat das Ganze am 3. März im beschaulichen oberösterreichischen Schloss Aistersheim unter Ausschluss der Presse, lediglich den als „Medienpartnern“ fungierenden „Informationsportalen“ InfoDirekt und Unzensuriert sowie der Initiative EinProzent wurde die Ehre zuteil, berichten zu dürfen. Man hatte also nichts zu verbergen.

    In rechter Gesellschaft

    Zentraler Gegenstand der Konferenz war das Vortragsprogramm: Matthias Hofer von der Süd-Tiroler Freiheit referierte hier über ein „Nein zum Europa der Willkommensklatscher“ und ein „Ja zum Europa der selbstbestimmten Völker und Vaterländer“. Diese Ausdrucksweise ist in einer Zeit des allgemeinen Rechtsrucks natürlich nichts Neues und auch nichts Aufregendes mehr, gehörte an jenem Tag aber auch eher zum gemäßigten Ton.

    Ein Blick auf einige der eingeladenen Vortragenden zeigt, an wessen Seite der Südtiroler Jungpolitiker seine Rede schwang:

    • Misa Djurkovic, ein serbischer Polit-Analyst, der politischen Schutz von Frauen vor Gewalt als Rückschritt zum Erhalt der Famile erachtet und sich regelmäßig mit homophoben Tiraden in Szene setzt.
    • Felix Menzel, deutscher Publizist und Gründer sowie Herausgeber der Blauen Narzisse. Er war Mitbegründer der Pennalen Burschenschaft Theodor Körner zu Chemnitz, welche vom sächsichen Verfassungsschutz beobachtet wurde. Menzel gilt als eine der Schlüsselfiguren der Neurechten Bewegung.
    • Wolfgang Dvorak Stocker, österreichischer Publizist und Leiter des bereits von seinem Großvater und seiner Mutter geführten Leopod-Stocker-Verlags, welcher Fachliteratur für Antisemitismus und Nationalsozialismus druckte und später auch Machwerke des Holocaustleugners David Irving verlegte. Dvorak Stocker übernahm 1999 auch die Zeitschrift Neue Ordnung, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuft wird. Zudem referierte er auch schon bei der rechtsextremen Deutschen Akademie, einer Kaderschmiede der deutschen NPD.
    • Brittany Pettibone, die einzige weibliche Referentin. Sie ist Unterstützerin der US-amerikanischen „Alternative Right“ und der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung.
    • Philip Stein, deutscher Verleger, kritisierte die Identitäre Bewegung dafür, sich taktisch vom Neonazismus zu distanzieren, ist aber mittlerweile Unterstützer und wichtiger Networker. Die erste Publikation seines Verlags Jungeuropa war eine Neuauflage des französichen Faschisten Pierre Eugène Drieu la Rochelle. 2017 war Stein an einem tätlichen Angriff mit Pfefferspray und Schlagstöcken auf einen Fotografen vor dem Verbindungshaus der Burschenschaft Germania in Marburg beteiligt. Im selben Jahr referierte Stein auch im Hauptquartier der neofaschistischen CasaPound in Rom.

    Ergänzt wurde das Vortragsprogramm durch eine „patriotische Messe“ mit diversen Ausstellungsständen. Auch dazu ein Einblick:

    • Der Ares Verlag, welcher zum Leopold-Stocker-Verlag gehört und Bücher über „Schwulenkult“, den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), der nur ein „Phantom“ sei und Lobschriften über die FPÖ verlegt.
    • Die Burschenschaft Arminia Graz, die bis heute das Andenken an Ernst Kaltenbrunner — einen NS-Kriegsverbrecher — hochhält und mit der rechtsextremen Identitären Bewegung zusammenarbeitet.
    • Die deutsche verschwörungstheorethische Querfront-Monatszeitschrift Compact.
    • Ein Prozent für unser Land (auch EinProzent), eine Art Dienstleister in der Szene, der Geld über Spenden lukriert: Wer eine „Aktion“ plant, wendet sich an EinProzent und bekommt ein Team zur Unterstützung von Planung, Umsetzung, Verfilmung und medialer Verbreitung. Vor allem die Identitäre Bewegung in Österreich und Deutschland gilt als Betreiber, Leiter ist der bereits genannte Philip Stein.
    • Das Magazin Sezession, in dem man z.B. über „Toleranz als Todsünde der zivilisierten Menschheit“ lesen kann. Sezession ist das Theorieorgan des Instituts für Staatspolitik, einer von Götz Kubitschek mitgegründeten Denkfabrik mit dem Ziel, deutschen Nationalismus wieder aufleben zu lassen. Kubitchek gilt als Chefideologe hinter den rechtsextremistischen Bewegungen.
    • InfoDirekt, ein vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuftes FPÖ-nahes Magazin.
    • Die Onlinezeitung Unzensuriert, die bereits wiederholt wegen übler Nachrede verurteilt wurde. Zudem konnte dem Medium ein Hang für Falschmeldungen in Bezug auf Geflüchtete nachgewiesen werden. Außerdem kam es zu einer Anklage durch die Parlamentsdirektion, nachdem es vonseiten von Unzensuriert Gewaltaufrufe und positive Bezugnahmen auf den rechtsextremen Attentäter Anders Breivik gegeben hatte.
    • Der Verlag Antaios, der eine publizistische Schnittstelle von AfD, Pegida, Identitärer Bewegung und anderen gesinnungspolitisch nahestehenden Medien und Think Tanks bildet und ebenfalls von Götz Kubitschek geleitet wird.

    Die Liste der ReferentInnen bzw. AusstellerInnen bildet einen Überblick der rechtsextremen Publizistik, AktivistInnen und NetzwerkerInnen in Österreich und Deutschland ab, wobei der Schwerpunkt des Programms im Bereich des rhetorisch modernisierten Rechtsextremismus („Neue Rechte“) liegt. Mit deutschsprachigen Rechtsextremen scheint man also doch weniger Berührungsängste zu haben, als man den Südtiroler WählerInnen immer wieder weismachen möchte.

    Das Klischee des einfältigen „Naziidioten“ als Synonym von Rechtsextremen entspricht eben nur noch selten der Realität, vielfältig sind ihre heutigen Erscheinungsformen, wie auch ihre historischen und kulturellen Bezugspunkte. Das Ziel ist jedoch einheitlich, nämlich die gemeinsame Erlösung durch die Herstellung einer homogenen Gesellschaft heraufzubeschwören.

    Getrennt marschieren, gemeinsam agieren

    Der bereits oben vorgestellte Philip Stein eröffnete den Kongress mit der Beschreibung der Strategie der „Mosaik-Rechten“. Jene Strategie einer ausdifferenzierten geeinten Rechten, die in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv ist, sich gegenseitig unterstützt, ergänzt und manchmal auch aus strategisch Gründen voneinander abgrenzt, sich aber immer als Teil eines gemeinsamen Projektes begreift. Götz Kubitschek, intellektueller Vordenker und maßgeblich bei den am Kongress anwesenden Schlüsselorganisationen beteiligt, legte in einer Ansprache bei einer AfD-Versammlung dar, wie dieser Schulterschluss von außerparlamentarischen — teilweise auch als militant zu verstehenden — Kräften und parlamentarischen Rechtsaußenparteien aussehen soll:

    Mein Rat, lassen Sie manches das gefährlich ist, andere machen. Das Milieu besteht aus Parteien, Medien, vorpolitischen Initiativen und aktivistischen Initiativen. Wir sind wie bei so einer fröhlichen Regatta. Die Kriegsschiffe fahren nebeneinander her und man winkt sich von der Brücke aus zu, aber mehr auch nicht.

    Beim „Kongress der Verteidiger Europas“ konnten diese „Kriegsschiffe“ ein weiteres Stück näher aneinanderrücken, ihre Kooperationen ausbauen und sich ideologisch näherkommen. Die stärkere Beteiligung von Parteimitgliedern im Vergleich zur Erstauflage der „Verteidiger Europas“ im Jahr 2016 zeigt die Normalisierung von rechtsextremen Positionen in der Gesellschaft. Außerdem sieht man am Kongress die zunehmende Vernetzung unterschiedlicher politischer Spektren, die im Wunsch nach einer autoritär und homogen strukturierten Volksgemeinschaft zusammenfinden und dem offenen und demokratischen Gesellschaftsmodell den Kampf ansagen.

    Der ohnehin schon widersprüchliche Antifaschismus des Heimatbundes und der Süd-Tiroler Freiheit wird durch die aktive Beteiligung von Matthias Hofer an diesem rechtsextremen Vernetzungstreffen ins Absurde geführt. Dass ein Philip Stein sowohl bei Veranstaltungen der CasaPound, als auch beim „Kongress der Verteidiger Europas“ referiert und ein Vertreter des „völkisch patriotischen Lagers“ aus Südtirol dort seine politischen Verbündeten verortet, zeigt wie stark man sich ideologisch den vermeintlichen politischen Gegnern angenähert hat.

    Dieser Beitrag wurde auch auf Salto veröffentlicht.

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