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  • Vittoria ribadita e rivendicata.

    Pochi giorni fa il vescovo aveva rilanciato l’idea di dare un nome diverso — quello della Pace — all’odierna piazza Vittoria di Bolzano. Ma il sindaco del capoluogo rifiutava: perché i tempi, come al solito, «non sono maturi».

    Nella sua edizione odierna il quotidiano in lingua italiana del gruppo Athesia, l’A. Adige, ne ha voluto dare esplicita conferma. Anzi, ospitando in prima pagina un fondo aberrante (firmato Federico Guiglia) ha addirittura alzato la posta, dimostrando che maturi i tempi non saranno proprio mai. L’autore, infatti, non solo rispedisce al mittente l’idea di cambiare nome alla piazza, ma rivendica la vittoria (rigorosamente con la «V» maiuscola), definita «italiano-europea» — ma sì! — e «di popolo», come cosa buona e giusta, portatrice di libertà e di pace.

    Semmai fu la bellicosa controparte a incarnare un regime autoritario e oppressore. L’Italia stava dalla parte della libertà: stava dalla parte giusta.

    – Federico Guiglia

    A fronte di una realtà parecchio sfumata e ingarbugliata, solo certezze. Non sembra nemmeno sfiorarlo — ad esempio — il dubbio che:

    • la guerra non fosse tanto di popolo, quanto delle élite (non solo) aristocratiche;
    • proprio in Sudtirolo (ma non solo) il passaggio dalla monarchia plurinazionale alla logica riduttiva degli stati-nazione avesse portato a grandi e gravi sofferenze e
    • dunque alla supposta libertà degli uni fosse indissolubilmente associata la sottomissione delle altre;
    • la decantata pace avesse portato in via diretta a guerre d’aggressione in Africa, al nazifascismo e alla follia della seconda guerra mondiale;
    • anche a Trento e Trieste forse non tutti sentissero la necessità di venire liberati, tantomeno con la forza delle armi;
    • «esercitare» (ma chi esercita e chi subisce? «il tranquillo e sacrosanto diritto, anche toponomastico, di ricordare, rispettare e tramandare la memoria italiano-europea» in Sudtirolo, sotto un monumento mussoliniano, possa risultare un tantino paradossale;
    • affermare che «Vittoria significa essere riconoscenti a chi ci ha resi, anche col massimo sacrificio della vita, uniti e liberi per sempre da ogni patibolo» sia una semplificazione confutata pochi anni dopo con l’avvento della dittatura;
    • i soldati di allora non avessero «dato [!] la cosa più cara e importante che aveva[no], cioè la vita, per la patria» ma fossero stati semplicemente mandati al macello, oltrettutto per un ideale sbagliato.

    Pensavamo che certe cose non ci sarebbe più toccato leggerle. E invece pare che ci sia chi, fino ai giorni nostri, preferisce soleggiarsi in una vittoria di Pirro, anche per esercitare i suoi tranquilli e sacrosanti diritti di sopraffazione, piuttosto che cercare una pacificazione vera. Ne prendiamo atto, come prendiamo atto che nel centenario una tale aberrazione finisca in prima pagina su un giornale sudtirolese.

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  • Katalonien: Lange Haftstrafen gefordert.

    Die spanische Staatsanwaltschaft hat heute offengelegt, welches Strafmaß sie für die im Zusammenhang mit dem katalanischen Unabhängigkeitsreferendum angeklagten und großteils bereits seit Monaten in Untersuchungshaft befindlichen Politikerinnen und Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen fordern will. So soll der ehemalige Vizepräsident der Generalitat, Oriol Junqueras (ERC), — unter anderem wegen Rebellion — für sage und schreibe 25 Jahre hinter Gitter. Denselben Straftatbestand hatte das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein im Fall von Ex-Präsident Carles Puigdemont (PDeCAT) von Anfang an für unzulässig erklärt.

    Auch den katalanischen Ministerinnen Jordi Turull (Präsidium), Josep Rull (Gebietsverwaltung und Nachhaltigkeit), Raül Romeva (Äußeres) und Dolors Bassa (Arbeit und Soziales) wirft die Staatsanwaltschaft Rebellion vor. Jeweils 16 Jahre Freiheitsentzug will sie ihnen aufbrummen.

    Jordi Cuixart (Präsident der Vereinigung Òmnium Cultural), Jordi Sànchez (Präsident der ANC) und die ehemalige Parlamentspräsidentin Carme Forcadell sollen gar 17 Jahre im Gefängnis bleiben.

    Für die ehemaligen Ministerinnen Carles Mundó (Justiz), Meritxell Borràs (Öffentliche Verwaltung) und Santi Vila (Gebietsverwaltung und Nachhaltigkeit) werden 7 Jahre gefordert; die Abgeordnete der linksradikalen CUP Mireia Boya sowie die Mitglieder des damaligen Parlamentspräsidiums sollen hingegen mit einer hohen Geldstrafe von mehreren 10.000 Euro davonkommen.

    Lluís Trapero, der ehemalige Chef der Landespolizei Mossos d’Esquadra, soll — wenn es nach den Vorstellungen der Staatsanwaltschaft geht — mit 11 Jahren Freiheitsentzug rechnen.

    Die in der Anklageschrift erhobenen Forderungen sind nicht endgültig, da sie im Laufe des in kürze beginnenden Prozesses noch einmal nach oben oder nach unten korrigiert werden können.

    Die Höhe des Strafmaßes hat heute auch international für großes Aufsehen gesorgt. So titelte etwa die Berliner Tageszeitung online

    Spanien – Justiz wie zur Franco-Diktatur: 25 Jahre Gefängnis für Oriol Junqueras?

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  • La difesa dell’italianità.
    Quotation

    […] a quali condizioni entrerete in giunta?
    Non a qualsiasi condizione; non siamo disposti — tanto per capirci — a svendere l’italianità. A questo punto molto meglio stare all’opposizione.

    Su cosa sarete irremovibili?
    Sulle questioni linguistiche, ad esempio.

    Si riferisce alla toponomastica.
    Ovviamente. Per noi tutti i toponimi devono essere bilingui e nelle valli ladine trilingui.

    Parliamo di scuola. Gran parte della popolazione la vorrebbe bi o addirittura trilingue.
    Il modello al quale mi ispirerò è quello ladino, dove le lezioni si fanno in tre lingue e funziona benissimo.

    Dall’intervista a Massimo Bessone (Lega) apparsa oggi sull’A. Adige.

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  • Der Krieg in der Schule.

    Am 15. Oktober waren die Unterlandler Schützen in Tramin, um an der Grund- und Mittelschule während der regulären Schulzeit eine Veranstaltung abzuhalten, die dem Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren gewidmet war.

    Nur drei Tage später ging eine Veranstaltung des italienischen Verteidigunsministeriums über die Bühne: 450 Schülerinnen beteiligten sich an »Gesprächen« zum Thema 4. November – Tag der nationalen Einheit und der Streitkräfte, die von Ministerin Elisabetta Trenta (5SB) in Ostia bei Rom organisiert worden waren. Anlass auch in diesem Fall: 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs.

    Es war der Auftakt zu einem Veranstaltungszyklus, in dessen Rahmen Vertreterinnen von Heer, Marine, Luftwaffe und Carabinieri Schulen in 28 Städten auf Staatsebene aufsuchen werden, um über den 4. November und »die Bedeutung der nationalen Einheit« zu referieren. Ob sich darunter auch Südtiroler Schulen befinden, konnte ich bislang nicht eruieren.

    Auf die Frage der Ministerin, was er von dem Tag in Ostia mitnehme, antwortete ein Schüler:

    Ein schönes Bild davon, was die Streitkräfte machen und den Traum, eines Tages ein Teil davon zu sein.

    Und das ist die einzige Äußerung eines Kindes, die es — neben Zitaten von Elisabetta Trenta — in den offiziellen Bericht des italienischen Heeres geschafft hat. Junge Menschen für ein Leben unter Waffen zu begeistern, das scheint also eines der Ziele dieser Veranstaltungen zu sein.

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  • El Alamein und Castel Benito.

    Auch dieses Jahr hat das offizielle italienische Heer (am 26. Oktober) in großem Stil die zweite Schlacht von El Alamein gefeiert, in der faschistische und nationalsozialistische Streitkräfte unter dem Befehl von Erwin Rommel Seite an Seite gekämpft hatten.

    Auf dem Webauftritt des Heeres ist eine Zusammenfassung erschienen, in der die Anwesenheit der höchsten zivilen und militärischen Obrigkeiten betont und die Schlacht als eine der dramatischsten und gleichzeitig heroischsten (!) Episoden des zweiten Weltkriegs beschrieben wird.

    Die nazifaschistischen Achsenmächte hätten den Alliierten damals hohe Verluste zugefügt: 1.100 zwischen Toten, Verletzten und Vermissten. Da kann man richtig stolz sein.

    Zudem erfahren wir, dass heuer auch an das 80. Gründungsjubiläum der ersten Fallschirmspringerschule des Militärs in Castel Benito erinnert wurde. Castel Benito ist die Fantasiebezeichnung, die das faschistische Italien der libyschen Stadt Ben Gashir zu Ehren des italienischen Diktators verpasst hatte — und die die italienischen Streitkräfte offenbar noch heute gebrauchen.

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  • Doppelpass berührt ›überhaupt nicht‹.

    Die Tageszeitung veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom Wochenende (27./28. Oktober) Daten aus einer Demox-Research-Studie zur Landtagswahl 2018. Ich möchte hier auf den Einstieg eingehen, der wie folgt lautet:

    Man kann schon einmal festhalten: Der Doppelpass berührt die Südtiroler überhaupt nicht. Nur für 7 Prozent der Menschen im Lande ist die doppelte Staatsbürgerschaft ein Thema, das sie zur Zeit sehr beschäftigt.

    Das ist interessant, denn die Befragten sollten höchstens drei Themen nennen. Wenden wir die 7 Prozent auf die 382.964 Wahlberechtigten an, heißt das, dass für 26.807 von ihnen die doppelte Staatsbürgerschaft1die ja selbst für viele ihrer Verfechterinnen eher ein symolisches Anliegen mit geringem konkreten Nutzen ist so wichtig ist, dass sie ihnen eine Nennung noch vor vielen anderen tagesaktuellen und konkreten Problemen wert war. Dies mit »berührt die Südtiroler überhaupt nicht« zu beschreiben, wird den Tatsachen wohl kaum gerecht.

    Andererseits: Wenn die Befürchtung jene war, dass der Doppelpass bei einer Mehrheit der italienischen Mitbürgerinnen Albträume verursachen würde, kann anhand dieser Zahlen Entwarnung gegeben werden. So schlimm scheint es dann doch bei weitem nicht zu sein.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02

    • 1
      die ja selbst für viele ihrer Verfechterinnen eher ein symolisches Anliegen mit geringem konkreten Nutzen ist ↩︎


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