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  • Autodeterminazione, l’SNP lancia la sua proposta.
    La Scozia verso le elezioni

    Il Governo scozzese ha appena pubblicato un disegno di legge sul nuovo referendum di indipendenza, in vista anche delle elezioni scozzesi del prossimo 6 maggio. Se in quell’occasione dalle urne, ancora una volta, uscisse una maggioranza indipendentista, ciò verebbe interpretato come un incarico a mettere in atto quanto previsto dal Draft Independence Referendum Bill.

    La bozza prevede che sia il parlamento di Edimburgo a fissare la data della consultazione e non Londra. Secondo quanto anticipato dal partito di governo SNP si punterebbe comunque a convocarla nella prima metà della prossima legislatura. E c’è la volontà di trovare un accordo preliminare anche con l’Unione Europea per il riconoscimento automatico del risultato.

    La domanda, secca, da sottoporre all’elettorato, nelle intenzioni del partito della prima ministra Nicola Sturgeon dovrà essere la stessa del 2014: Should Scotland be an independent country? (La Scozia deve essere un paese indipendente?). Altrettanto secche le possibilità di scelta: sì o no. Sarà in ogni caso la Commissione elettorale a dover confermare o emendare il quesito, che, diversamente dal 2014 sarà tradotto anche in gaelico.

    Ulteriormente ampliata invece la platea degli aventi diritto al voto, come d’altronde già per le elezioni del 6 maggio: potranno partecipare al referendum, sempre secondo la bozza presentata oggi, tutte le persone legalmente residenti in Scozia, indipendentemente dalla nazionalità, ivi inclusi i cittadini UE, i rifugiati e chi gode di asilo. Confermata l’età minima di 16 anni.

    Con questa chiara dichiarazione di intenti non rimane che attendere le elezioni di maggio — e di capire se e come Londra vorrà eventualmente cercare di ostacolare questo secondo referendum.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01 02 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿



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  • Scuol-Mals: Bahnverbindung braucht Zusage.
    Terra Raetica

    Vor wenigen Tagen ist in der Südostschweiz ein Beitrag über die Bahnverbindung Scuol – Val Müstair – Mals erschienen. Demnach habe die Bündner Regierung ihre Bereitschaft signalisiert, beim Bund Geld für das Projekt zu beantragen. Im Dezember 2022 soll in Bern ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden.

    Der Ball liege nun aber in Südtirol, von wo noch eine Finanzierungszusage erwartet wird. In einem Brief, den LH Kompatscher im Februar nach Chur geschickt hatte, sei diesbezüglich keine offizielle Bestätigung enthalten. Inoffiziell sei davon die Rede, dass die EU bis zu 75% der Kosten übernehmen könnte.

    Im vergangenen Dezember hatten 67 von insgesamt 120 Mitgliedern des Kantonsparlaments (Grosser Rat) dazu aufgerufen, der neuen Bahnverbindung eine höhere Priorität als bisher einzuräumen.

    Wenn wir an einer nachhaltigen Mobilität im Alpenraum und an einer besseren Verbindung in die nahegelegene Schweiz interessiert sind, sollten wir den Ball so schnell wie möglich auffangen und mit den nötigen Zusicherungen zurückspielen.

    Cëla enghe: 01 02 || 01



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  • Deutsche Schule: Entwicklung negativer als prognostiziert.
    2002-2015

    Vor knapp einer Woche hatte ich versucht, anhand von offiziellen Zahlen darauf aufmerksam zu machen, wie sich die Anteile der deutschen, italienischen und ladinischen Schulen an der Schulbevölkerung seit rund einem Vierteljahrhundert zum Nachteil jener mit deutscher Unterrichtssprache entwickeln.

    Diesbezüglich ist auch interessant, dass das Astat im Jahr 2005 eine Prognose über die Entwicklung der Schülerzahlen bis 2015 herausgegeben hatte, in der — unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung, einschließlich der zu erwartenden Zu- und Abwanderung — bereits eine negative Entwicklung für die Schulen mit deutscher Unterrichtssprache angekündigt wurde.

    Allerdings läuft dieser Prozess in Wirklichkeit um ein Vielfaches (!) schneller ab, als es die Statistikerinnen vorhergesagt hatten.

    Grundschule

    Zum Vergrößern anklicken. Strichlinie: Prognose.

    Das Statistikinstitut hatte damals beispielsweise progonostiziert, dass der Anteil an Schülerinnen, die eine Grundschule mit deutscher Unterrichtssprache besuchen, von 76,3 Prozent (2002) um 0,6 Prozentpunkte auf 75,7 Prozent (2015) sinken würde. Im selben Zeitraum hätte der Anteil der italienischen Grundschulen steigen sollen, nämlich um ebenfalls 0,6 Punkte.

    In Wirklichkeit jedoch war diese Entwicklung zu Lasten der deutschen und zu Gunsten der italienischen Schule über sechsmal so ausgeprägt, wie 2005 erwartet worden war.

    Mittelschule

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    Noch ausgeprägter war der Unterschied zwischen Progonose und Realität im Fall der Mittelschule: Um 0,8 Punkte hätte der Anteil der Einrichtungen mit deutscher Unterrichtssprache von 2002 (76,7 Prozent) bis 2015 (75,9 Prozent) fallen, der der italienischen um 0,5 Punkte (von 19,1 Prozent auf 19,6 Prozent) steigen sollen.

    Stattdessen fiel der Anteil der deutschen Mittelschulen über sechsmal so stark (-5,0 Punkte), während der der italienischen Schulen gar knapp zehnmal so stark (+4,9 Punkte) stieg, wie das Astat vorhergesehen hatte.

    Oberschule

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    Völlig daneben lagen die Statistikerinnen bei der Oberschule: Hier war eigentlich bis 2015 sogar eine leichte Veränderung zugunsten der Schulen mit deutscher Unterrichtssprache (+0,5 Punkte) prognostiziert worden.

    In der Realität jedoch auch hier: deutliche Abnahme des Anteils der deutschen Oberschulen am Gesamtkuchen (-4,8 Punkte), bei gleichzeitiger Zunahme für die italienischen Schulen (+3,6 Punkte).

    Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob den zuständigen Politikerinnen diese Zahlen überhaupt bekannt sind — und falls ja, welche Schlüsse sie daraus ziehen. Aus einer sprach- und minderheitenpolitischen Perspektive müsste diese Entwicklung eigentlich Grund zur Sorge sein.

    Wichtige Hinweise:

    Einige Zahlen sind Rundungen, deshalb ergeben etwa die Summen aller Anteile nicht notwendigerweise genau 100 Prozent.

    Die ladinischen Schulen wurden in diesen Betrachtungen nicht etwa aus mangelndem Interesse vernachlässigt, sondern weil es so etwas wie eine ladinische Schule streng genommen gar nicht gibt. In den ladinischen Ortschaften besuchen alle Schülerinnen dieselben, paritätischen Schulen (mit hauptsächlich deutscher und italienischer Unterrichtssprache), in denen Ladinisch eine eher geringe Rolle spielt. Aussagen über die Minderheit lassen sich daraus m. M. n. kaum extrapolieren.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01 02



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  • Covid: Siamo in Italia? È questo il nodo.
    Quotation

    [B]en vengano le domande, come quella del direttore [del quotidiano A. Adige] Faustini di qualche giorno fa: “L’Alto Adige è in Italia o in Austria? Perché – ha scritto il direttore – è difficile capire come mai ogni [!] sua decisione non si basi su ciò che da tempo stanno dicendo e scrivendo le istituzioni e gli studiosi italiani, ma su tutto [!] ciò che decide – con dati, parametri e persino suggestioni diverse – l’Austria.”
    Sono domande che solo chi è in mala fede o troppo disattento può scambiare per una provocazione etnica, essendo invece indispensabile capire a quale modello ci ispiriamo per amministrare questa provincia, a maggior ragione se i fatti hanno dimostrato che la via altoatesina altro non era che un vicolo cieco.

    Luca Crisafulli, avvocato e già membro della Commissione dei Sei, in Provincia, serve maggiore trasparenza sull’A. Adige di ieri

    Ecco. Il livello (di nazionalismo) è questo. Ma io, per definizione, sono «in mala fede o troppo disattento».

    Oltretutto il famoso vicolo cieco ha fatto sì che il Sudtirolo — nel momento in cui è apparso il commento da cui cito — abbia una delle incidenze più basse se confrontato con l’Italia. E, almeno fino a qualche settimana fa, una mortalità inferiore a quella di qualsiasi regione dell’Italia settentrionale.

    Ma questo non conta.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Covid-Deutsch: Widmann kontert mit Parodie.

    Zum Brief der Covid-Überwachungseinheit in unfassbar fehlerhaftem Deutsch hat sich die STF mit Anfrage 1314/20 beim zuständigen Landesrat erkundigt. Der redet sich mal wieder auf Fachkräftemangel und Dringlichkeiten der Pandemie heraus, als ob für einen Rundbrief nicht eine einzige Person gereicht hätte, die der deutschen Sprache mächtig ist.

    Auf Frage Nr. 5

    Wird die Landesregierung den Südtiroler Sanitätsbetrieb darauf hinweisen, dass das Recht auf die deutsche Muttersprache ernst zu nehmen ist?

    antwortet Landesrat Thomas Widmann (SVP) in perfektem Sabes-Deutsch:

    Das geschieht immer wieder und der Sanitätsbetrieb nimmt diese Aufforderung auch ernst, leider steht auf Grund des Fachpersonalmangels nicht immer zweisprachiges Personal verfügbar [sic].

    Bei Frage Nr. 6, die im Original

    Wie bewertet die Landesregierung die Tatsache, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb bis heute nicht imstande ist, das uneingeschränkte Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu garantieren?

    lautet und bei der Beantwortung in

    Wie bewertet die Landesregierung die Tatsache, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb bis heute imstande [sic] ist, das ein [sic] uneingeschränkte Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu garantieren?

    umformuliert wurde, beweist der Landesrat, dass ihm wohl nicht nur das Personal ausgegangen ist. Außerdem sind Kopieren und Einfügen mit den Dringlichkeiten der Pandemie ohnehin nicht vereinbar.

    Die Antwort auf Frage Nr. 7 (wie die Landesregierung dies ändern will) lautet denn auch:

    Die Landesregierung hat den Sanitätsbetrieb beauftragt[,] alles Mögliche zu unternehmen, damit nicht zweisprachigen [sic] Personal die zweite Sprache erlernt. Leider wurde dieses Unterfangen durch Covid 19 eingebremst.

    Wenn das Satire ist, ist sie mehr als gelungen. Aber wenn das wirklich unsere Landesregierung sein sollte, mache ich mir ernsthaft Sorgen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01



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  • NASA unterstützt Navajo-Sprache.
    Perseverance

    Im Rahmen der gegenwärtigen Marsmission mit dem Rover Perseverance arbeiten die us-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die Navajo-Nation zusammen, um wissenschaftlich relevanten Elementen des Planeten Begriffe aus der Navajo–Sprache zuzuordnen. Die Bezeichnungen werden von der NASA benutzt, um sich auf dem Mars besser orientieren zu können.

    Für den Anfang steht dem Rover-Team eine Liste von 50 Begriffen zur Verfügung, die vom Präsidenten der Navajo-Nation, Jonathan Nez, Vizepräsident Myron Lizer und deren Beraterinnen ausgearbeitet wurde. Sie umfasst zum Beispiel bidziil (Stärke) oder hoł nilį́ (Respekt). Perseverance wurde als Ha’ahóni übersetzt. Weitere Vorschläge sollen folgen.

    Koordiniert wird das Projekt von Aaron Yazzie, einem Ingenieur des Rover-Teams, der selbst der Navajo-Nation angehört.

    Die Vertreterinnen der Navajos erhoffen sich von der Partnerschaft jenseits der Symbolik eine Steigerung der Attraktivität ihrer Sprache. Es sollen mehr junge Menschen dazu zu animiert werden, sie zu erlernen.

    Wie die NASA bekanntgab, hätten auch mehrere Mitglieder des Rover-Teams bereits die Gelegenheit ergriffen, Begriffe der Navajo-Sprache zu lernen. Die Partnerschaft habe die Wissenschafterinnen ermutigt, über die Benennungen und ihre Bedeutung für die Menschen auf der Erde zu reflektieren.

    Derzeit würden die zugewiesenen Bezeichnungen nur NASA-intern benutzt, da eine allfällige offizielle Benennung der Internationalen Astronomischen Union obliege.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01



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