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  • Tag+Nacht: Impfung Junger.
    Covid-19

    Wie die Tageszeitung „Corriere della Sera“ schreibt, hat Südtirol bei jungen Menschen die italienweit zweitniedrigsten Durchimpfungsraten: 27,8 Prozent bei den 12- bis 19-Jährigen (national 39 Prozent) und 53,9 Prozent bei den 20- bis 29-Jährigen (national 63,6 Prozent).

    „Das besorgt mich. Das ist eine alles andere als positive Situation“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher auf der gestrigen Pressekonferenz. Man tue alles dafür, um die Menschen von der Corona-Impfung zu überzeugen und diese leicht zugänglich zu machen.

    Tageszeitung, heute

    [Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt] die COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren mit Vorerkrankungen, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht.

    Der Einsatz von Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber gemäß der STIKO-Empfehlung nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen beziehungsweise des Sorgeberechtigen möglich.

    Zusammen gegen Corona, deutsches Bundesministerium für Gesundheit, Stand vom 6. August 2021, Auszüge

    Dieser Beitrag ist eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Aussagen und Informationen. Er stellt keine Parteinahme für oder wider die Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Corona dar.



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  • Pfusch am Bau.
    Sprache

    Dieses Schild, das im Bereich der öffentlichen Baustelle zur Neugestaltung des Brixner Bahnhofs steht, hat sich hier einen eigenen Eintrag verdient:

    Es fasst meiner Meinung nach den Zustand der deutschen Sprache im öffentlichen Raum gut zusammen.

    Lassen wir mal die Sprachreihung beiseite. In zehn Buchstaben vier Rechtschreibfehler unterzubringen, bedarf aber eines gewissen Talents. Zudem scheint dies auch niemandem aufgefallen zu sein — und wenn doch, so fand es wohl niemand so schlimm, dass man das Schild hätte austauschen oder korrigieren sollen.

    Dabei müssen wir inzwischen schon froh sein, wenn die deutsche Sprache überhaupt noch berücksichtigt wird. Andere Beispiele der letzten Jahre sehen nämlich so aus:

    Baustelle Mittelanschluss Umfahrung Brixen (2019 – links); Straßenbaustelle Kniepass (zwei Bilder, 2021); Baustelle Umfahrung Bruneck (2016 – rechts) – Fotos von mir.

    Cëla enghe: 01 02 || 01



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  • Italianizzazione dagli effetti comici.

    Pochi giorni fa un conoscente mi ha mandato il link di un articolo ormai datato sulla toponomastica in Valle d’Aosta, apparso sul Giornale il 28 gennaio 2013 col titolo «Ma quale unità d’Italia – Le strade di Aosta parlano solo in francese». Come se all’Italia potesse corrispondere una sola lingua, l’italiano, cosa che a dire il vero pensano in molti.

    L’autore, Marco Zucchetti, ad ogni modo criticava soprattutto la «francesizzazione» dei nomi di alcuni quartieri del capoluogo aostano:

    il quartiere Dora diventa «Quartier-De-La-Doire», il quartiere Cogne «Quartier-Cogne»; la punta di Bioula diventa «La Bioulaz», l’Arionda «La Riondaz».

    Quel che però non può non colpire un sudtirolese è che Zucchetti, su un giornale italiano di destra, definisca tale «francesizzazione» un’operazione

    dagli effetti non meno comici di quell’italianizzazione fascista che mutò La Thuile in Porta Littoria, Courmayeur in Cormaiore e Valtournenche in Valtornenza.

    Quella stessa identica italianizzazione fascista che qui da noi è tuttora in vigore e che dalle destre (ma non solo) viene difesa a spada tratta, altrove, quando è utile per attaccare una lingua minoritaria, viene tranquillamente definita una burla.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01 02 03 04 05



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  • Zentralisierte Ladenöffnungszeiten.
    Zwölferkommission

    Am vergangenen Mittwoch hat nicht nur die Sechserkommission getagt, die sich mit speziellen — insbesondere den Minderheitenschutz betreffenden — Durchführungsbestimmungen für Südtirol befasst, sondern auch die Zwölferkommission, die über Durchführungsbestimmungen für beide Länder und die Region berät.

    Um nicht abgelehnt zu werden, musste dort eine Vorlage zum Thema Handel auf die nächste Sitzung vertagt werden. Sie hätte Südtirol und dem Trentino die Möglichkeit einräumen sollen, selbst über die Ladenöffnungszeiten zu befinden. Eine so grundlegende, banale Kompetenz — die zum Beispiel jedes deutsche Bundesland hat —, war mehreren Mitgliedern der Kommission offenbar schon zu weitreichend. So sollen sich zum Beispiel Forza Italia mit dem Südtiroler Carlo Vettori, die 5SB und sogar der ehemalige Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi gegen die Vorlage ausgesprochen haben. Sie befürchteten zum einen die Wiedereinführung der verpflichtenden Sonntagsschließung und verwiesen zum anderen auf ein Urteil des Verfassungsgerichts, das ein entsprechendes Landesgesetz des Trentino versenkt hatte.

    Den beiden Ländern die Entscheidung vorenthalten zu wollen, gegebenenfalls auch Sonntagsschließungen zu verfügen, halte ich nicht nur für autonomiefeindlich, sondern auch für undemokratisch. Wenn nämlich einer oder beide Landtage dies so beschließen möchten, sollten sie dies im demokratischen Sinne auch dürfen.

    Warum zudem ein Verfassungsgerichtsurteil einem Autonomieausbau im Wege stehen sollte, erschließt sich mir nicht. Die Richterinnen, die das Trentiner Landesgesetz zu bewerten hatten, taten dies auf der Grundlage einer juristischen Situation, die sich mit Verabschiedung der neuen DFB ändern würde. Damit wäre das Urteil wohl hinfällig. Schließlich steht meines Wissens das Autonomiestatut (einschließlich der Durchführungsbestimmungen) im Verfassungsrang und kann somit nicht gegen die Verfassung ausgespielt werden.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • Argentinien verankert nichtbinäre Geschlechtsidentität.

    Kürzlich hat Argentinien neben weiblich und männlich eine weitere Geschlechtsoption für Menschen eingeführt, die sich keiner der beiden etablierten Geschlechtsidentitäten zugehörig fühlen bzw. zuordnen möchten. So werden etwa künftig Personalausweise und Reisepässe eine dritte Geschlechtsangabe ermöglichen.

    Die weitreichende Änderung wurde vom Präsidenten Alberto Fernández Prensa per Dekret eingeführt. Er gab zu bedenken, dass die Zeit gekommen sei, andere Identitäten, die es schon immer gegeben habe, die aber in Vergangenheit unterdrückt wurden, endlich anzuerkennen.

    Argentinien gesellt sich somit zu anderen wenigen Ländern, die bei diesem Thema eine Vorreiterrolle eingenommen haben. Neben Neuseeland, Australien, Indien, Nepal, Bangladesh und Kanada anerkennen auch einige US-Bundesstaaten (wie Kalifornien) queere Geschlechtsidentitäten.

    In Europa sind es Dänemark und Portugal, die neben Kleinstaaten wie Island und Malta eine weitere Geschlechtsoption ermöglichen.

    Deutschland und Österreich gestatten wie Pakistan und Chile die nichtbinäre Zuordnung wenigstens unter bestimmten Voraussetzungen.

    Cëla enghe: 01 || 01



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  • Mussolinipark.

    Claudio Durigon, Wirtschaftsstaatssekretär der Regierung von Mario Draghi, spricht sich für die Rückbenennung des Giovanni Falcone und Paolo Borsellino gewidmeten Parks in seiner Heimatstadt Latina in Mussolinipark aus. Schon am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Benennung nach dem Bruder des faschistischen Diktators, Arnaldo Mussolini, abgeschafft worden. Der altfaschistische Bürgermeister Ajmone Finestra (MSI) ließ den Mussolinipark aber in den 1990er Jahren wieder aufleben — bis er kürzlich, zu Ehren der beiden Antimafiastaatsanwälte, wieder umbenannt wurde. Doch nun unterstützt Staatssekretär Durigon, seines Zeichens regionaler Koordinator der Lega im Latium, die abermalige Rückkehr zur faschistischen Bezeichnung, falls sich bei den anstehenden Kommunalwahlen eine rechte Koalition durchsetzen sollte.

    Latina ist eine in den 1930er Jahren unter dem Namen Littoria aus dem Boden gestampfte Planstadt. Sie ist heute nach Rom die einwohnerstärkste Stadt der Region Latium.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Proporzumgehung erschweren.
    Sechserkommission

    Bei ihrer Sitzung vom Mittwoch (4. August) hat sich die Sechserkommission unter anderem mit der Umgehung des Sprachgruppenproporzes in Südtirol befasst und einen Vorschlag verabschiedet, um das Problem zu begrenzen: Medienberichten zufolge sollen Kandidatinnen für eine zu besetzende öffentliche Stelle künftig wenigstens einen Teil der Prüfung (Eignungstest) in ihrer deklarierten Muttersprache ablegen müssen.

    Immer wieder erklären sich Arbeitssuchende jener Sprachgruppe zugehörig, der eine oder mehrere ausgeschriebene Stellen vorbehalten sind, obwohl sie die entsprechende Sprache nicht oder nicht ausreichend beherrschen. Die Prüfung zur Besetzung der Stelle legen sie dann aber ausschließlich in ihrer tatsächlichen Muttersprache ab.

    Ohnehin sollten Kandidatinnen aber eigentlich beide bzw. alle drei Amtssprachen in ausreichendem Maße beherrschen, was jedoch erfahrungsgemäß auch nicht immer der Fall ist.

    Nun muss der Entwurf gegebenenfalls als DFB verabschiedet werden, damit er in Kraft tritt und wirksam wird.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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