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  • Bernie Sanders für schottische Selbstbestimmung.

    Der US-amerikanische Linke Bernie Sanders (Demokraten) wurde am Sonntag von Sophy Ridge für den britischen Sender Sky News interviewt und dabei auch nach seiner »instinktiven« Meinung zur »Verfassungsangelegenheit« der schottischen Unabhängigkeit befragt.

    Der 81-jährige Sozialist (Eigendefinition) schickte zwar voraus, dass er kein Experte für die Politik des Vereinigten Königreiches sei und bat mit einem Augenzwinkern, seine Meinung niemandem zu verraten — sagte dann aber, dass er sehr schätze, was die Menschen in Schottland gemacht hätten und wofür sie kämpfen. Er sei der Meinung, dass sie, wenn sie ihren eigenen Weg gehen wollen, dies auch dürfen sollten.

    Es wäre für ihn einfach(er) gewesen, gar nicht oder ausweichend zu antworten. Doch das ist nicht sein Stil.

    Wenig später stellte Fiona Hyslop, SNP-Abgeordnete zum schottischen Parlament, in einer Stellungnahme fest, dass jede echte Demokratin erkenne, dass es den Schottinnen — nicht den Politikerinnen — zustehe, über ihre Zukunft zu befinden, weshalb die Unterstützung von Bernie Sanders keine Überraschung sei.

    Cëla enghe: 01 02



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  • Zwang zur Beherrschung der italienischen Sprache.

    In Italien soll demnächst die Verfassung so abgeändert werden, dass Italienisch auch offiziell als Amtssprache festgeschrieben wird — und zwar vielsagenderweise in Artikel 12, der die Trikolore als Staatsflagge definiert. Die Sprache wird also zu den Symbolen des Staates gereiht und im übertragenen Sinn wie eine Fahne geschwenkt.

    Laut italofonia.info gab sich der Vorsitzende der Kulturkommission im italienischen Abgeordnetenhaus, Fabio Mollicone von der neofaschistischen Regierungspartei FdI, im Jänner sicher, dass die Verfassungsänderung in wenigen Monaten umgesetzt werden kann.

    Ganz besonders besorgniserregend ist dabei, dass dem Portal zufolge jede Staatsbürgerin nicht nur das Recht haben soll, die italienische Sprache zu gebrauchen, sondern ganz ausdrücklich auch die Pflicht, sie zu beherrschen. Das ist heute nicht so. Es gibt auch sonst nur sehr wenige Länder, wo die Beherrschung der Staatssprache verfassungsmäßig (oder sonstwie gesetzlich) vorgeschrieben ist.

    Mit einer derartigen Norm würde Italien sein Selbstverständnis und seine Natur als »mononationaler Nationalstaat« noch einmal betonen und wesentlich verstärken, und zwar naturgemäß zum Nachteil aller anderen Sprachen, die im Staat gesprochen werden.

    Insbesondere auch in Südtirol, wo die deutsche der italienischen Sprache laut Autonomiestatut gleichgestellt sein sollte, hätte die Pflicht zur Kenntnis der Staatssprache unabsehbare Folgen. Heute besteht zwar bereits eine Art Recht, die italienische Sprache (zum Beispiel im öffentlichen Schulwesen) zu erlernen, der Minderheitenschutz fußt aber auch auf dem Recht und auf der zumindest theoretischen juristischen Annahme, dass es nicht zwangsläufig nötig ist, die Staatssprache zu beherrschen.

    Im Prinzip könnte man von der Gleichstellung des Deutschen mit dem Italienischen auch abzuleiten versucht sein, dass die Pflicht zur Beherrschung des Italienischen in Südtirol automatisch auf die Beherrschung des Deutschen ausgeweitet würde, doch aus der Praxis wissen wir, dass Vorschriften zu Schutz und Förderung der Staatssprache (bei der Beschriftung von Produkten, als Voraussetzung zur Berufsausübung, als Bedingung zur Erlangung der Staatsbürgerschaft etc.) auch heute schon nicht im Lichte von Artikel 99 des Autonomiestatuts ausgelegt werden. Ganz im Gegenteil. Und das wäre wohl auch bei einer verfassungsmäßig vorgeschriebenen »Sprachpflicht« nicht anders.

    Nicht zuletzt hätte der Sprachartikel in der Verfassung vermutlich auch »psychologische« Auswirkungen. Auf die Sprecherinnen von minorisierten Sprachen, die sich noch stärker als bisher einseitig in der Pflicht fühlen würden, vorrangig die Staatssprache zu erlernen. Und auf die Sprecherinnen der Staatssprache, die sich — noch mehr als ohnehin schon — dazu veranlasst sehen könnten, sich auf das siamo in Italia, si parla italiano zu berufen.

    Wir sind also möglicherweise bald wieder so weit, dass Sprachen nicht nur unterschwellig sondern ganz offen als nationalistische Waffe missbraucht und anderen aufgezwungen werden.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Tragödie im Mittelmeer — und Kriminalisierung.

    Vor der italienischen Küste starben heute Morgen wieder dutzende Migrantinnen beim Untergang eines Bootes, von mindestens 60 ist die Rede, darunter mehrere Kinder. Wenige Tage zuvor hatte die italienische Rechte im Parlament weitere Verschärfungen für Seenotretterinnen beschlossen, die schon seit Jahren in ihrer Arbeit behindert werden.

    Anlässlich der Tragödie hielt der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella nun eine Rede, in der er seine Trauer zum Ausdruck brachte, den Überlebenden seine Nähe aussprach und sich bei den Rettungskräften bedankte. Darüber hinaus nahm er die internationale Gemeinschaft in die Pflicht, die die Fluchtursachen bekämpfen müsse. Zudem die Europäische Union, die endlich die Migration in den Griff bekommen und den Schlepperinnen das Handwerk legen müsse.

    Alles schön und gut. Doch leider vergisst, verabsäumte es der Staatschef, die Regierung der von ihm selbst beauftragten Giorgia Meloni (FdI) zu erwähnen, die seit ihrem Amtsantritt nichts anderes gemacht hat, als Migration und Rettungsorganisationen weiter aktiv zu schikanieren und zu kriminalisieren. Dadurch werden bewusst Menschenleben aufs Spiel gesetzt. Zu wundern braucht sich über diesen tödlichen Schiffbruch— ob er zu verhindern gewesen wäre oder nicht — also wirklich niemand.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • Jahrhundertgift auch in Südtirol nachgewiesen.

    Die potenziell hochgefährlichen Ewigkeitschemikalien PFAS, die mit Unfruchtbarkeit, Schwächung des Immunsystems und möglicherweise Krebs in Verbindung gebracht werden, sind auch in Fließgewässern unseres Landes in besorgniserregender Konzentration nachweisbar. Das geht aus einer Studie von 18 europäischen Partnermedien — dem Forever Pollution Projecthervor, die zum Beispiel vom britischen Guardian thematisiert wurde.

    Bei den PFAS handelt es sich um eine Gruppe von tausenden unterschiedlichen industriell hergestellten Chemikalien (sogenannte per- und polyfluorierte Alkylverbindungen), die in der Umwelt hoch persistent sind, also kaum abgebaut werden.

    Ausschnitt der interaktiven Karte (Watershed Investigations via The Guardian)

    Folgende Orte scheinen auf der interaktiven Karte des Projekts mit europaweit mehr als 17.000 kontaminierten Stellen110ng/Liter oder mehr in Südtirol auf:

    • Marlinger Mühlbach, Tscherms (11ng – Nachweis 2019)
    • Gießengraben, Prissian (12ng2davon 2ng PFOS und PFOA – Nachweis 2019)
    • Etschgraben, Eppan (30ng – 2022)
    • Etsch, Bozen (11ng311ng PFOS und PFOA – 2021)
    • Etschgraben, Bozen (80,9ng4davon 30,9ng PFOS und PFOA sowie 14ng PFHxA – 2019)
    • Etsch, Pfatten (11ng511ng PFOS und PFOA – 2021)
    • Porzengraben, Salurn (18ng – 2021)
    • Etsch, Salurn (12ng612ng PFOS und PFOA – 2021)

    In all diesen Fällen werden als Quelle Erhebungen der Landesumweltagentur angegeben.

    Insgesamt soll es in Europa 20 Hersteller und 232 Nutzer von PFAS geben, Firmen, die mit diesen Chemikalien Plastik, Textilien, Pestizide oder ähnliches Produzieren. Weitere 21.000 Orte in Europa stehen im Verdacht, verseucht zu sein, in Südtirol zum Beispiel der Flughafen in Bozen und der Militärflugplatz in Toblach.

    Die EU möchte diese »Jahrhundertgifte«, wie sie die Tagesschau in der ARD genannt hat, zeitnah gänzlich verbieten. Wirtschaftslobbys laufen gegen das Ansinnen Sturm.

    Was auffällt ist, dass in ganz Nord- und Osttirol, wie auch sonst in weiten Teilen Österreichs, keine PFAS nachgewiesen wurden. Ob das daran liegt, dass es keine Messdaten gab, ließ sich leider nicht nachvollziehen. Genausowenig übrigens, ob in Südtirol auch an anderen Gewässern Erhebungen durchgeführt wurden.

    • 1
      10ng/Liter oder mehr
    • 2
      davon 2ng PFOS und PFOA
    • 3
      11ng PFOS und PFOA
    • 4
      davon 30,9ng PFOS und PFOA sowie 14ng PFHxA
    • 5
      11ng PFOS und PFOA
    • 6
      12ng PFOS und PFOA


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  • Reisepass, sechs Monate und mehr.
    Faktencheck

    Kürzlich wurde uns hier ja vorgeworfen, ungeprüft die »Falschinformation« weitergegeben zu haben, dass man in Südtirol derzeit über ein halbes Jahr auf einen Termin zur Beantragung eines Reisepasses warte.

    Gestern habe ich mir also noch einmal die Mühe gemacht, der Sache auch selbst nachzugehen.

    Nachdem ich mich mit dem einsprachigen ÖSDI eingeloggt hatte, wurde mir dank übersichtlicher »Liste dervererfügbaren bezugstellen« sofort aufgezeigt, dass an drei von sieben Standorten in der Provinz »Bolzano« gar keine Termine verfügbar (oder »vererfügbar«) sind:

    Genauer gesagt: Am »sportello passaporti presso polizia stradale di brunico«, am »Commissariato Malles Venosta« und am »Commissariato Brennero« heißt es von vornherein »No«, nur in »Bolzano«, »Merano«, »San Candido« und »Bressanone« ja.

    Knapp die Hälfte der potenziellen Standorte fiel also gleich aus.

    Und bei den anderen sah es gestern so aus:

    Terminkalender Bozen (am 24. Februar 2023)

    Frühestmöglicher Termin in der »Questura di Bolzano« war der 25. September, also in so gut wie 7 Monaten. Von den »nuovi appuntamenti per la settimana successiva«, die laut eingeblendeter Information genau am »venerdì« freigeschaltet werden sollen, war leider keine Spur.

    Terminkalender Meran (am 24. Februar 2023)

    Noch viel schlimmer sah es am »Commissariato Merano« aus, wo erst in neun Monaten — Anfang Dezember — wieder Termine angeboten werden.

    Terminkalender Innichen (am 24. Februar 2023)

    Am »Commissariato San Candido« konnte man gestern mit etwas Glück noch einen Termin im Oktober ergattern. Doch das große Los war am »Commissariato Bressanone« zu ziehen:

    Terminkalender Brixen (24. Februar 2023)

    Schon Mitte September und somit früher als überall sonst im Lande waren hier noch ganze vier Termine verfügbar — in unter sieben Monaten also.

    A propos Lose ziehen: Auch unter dem Menüpunkt Open Days gab es gestern in der »Provinz Bolzano« leider nichts zu holen.

    Vielleicht auch besser so, denn die öffentliche Verwaltung sollte sich meiner Meinung nach nicht zu sehr der Gewinnspiel- oder Happy-Hour-Logik hingeben, sondern einfach nur ordentlich funktionieren. Aber, nun ja: darum ist es eben gerade nicht so gut bestellt.

    Zumindest zum gestrigen Stichtag ließ sich also belegen, dass die Aussage »über ein halbes Jahr für einen Reisepass« genau zutrifft. Und je nach bevorzugtem Standort ist das sogar noch untertrieben — die Zeit, die zwischen Antrag und Ausstellung vergeht, nicht eingerechnet.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Bildungsminister gegen Antifaschismus.

    Am vergangenen Samstag war es in Florenz zu einem als squadristisch bezeichneten Angriff von rechtsradikalen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf zwei linksgerichtete Schülerinnen gekommen. Obwohl der Vorfall auf Staatsebene medial und politisch breit thematisiert wurde, entzog sich die neofaschistische Regierung um Giorgia Meloni (FdI) bislang einer verurteilenden Stellungnahme.

    Stattdessen wurde bekannt, dass Vertreterinnen von Azione studentesca (AS), der die Angreiferinnen angehören, letzten Herbst im Bildungsministerium empfangen worden waren — wovon es sogar offizielle Fotos gibt.

    Dass Meloni selbst 1996 Vorsitzende von Azione studentesca, damals eine offizielle Teilbewegung von Alleanza Nazionale, war, wird kaum verwundern. Gemeinsam mit der Partei von Gianfranco Fini wurde AS im Jahr 2009 aufgelöst, um allerdings 2016 als FdI-nahe Bewegung eine Wiedergründung zu erleben. In Florenz teilen sich die neofaschistische Schülerinnen- und Studentenbewegung, die Partei der italienischen Regierungschefin und das rechtsextreme Sozialzentrum Casaggì das Erdgeschoss ein und desselben Gebäudes. Vitrine an Vitrine.

    In Reaktion auf den squadristischen Überfall wandte sich Annalisa Savino, Direktorin einer weiteren Oberschule in Florenz, am Dienstag dieser Woche mit einem antifaschistischen Offenen Brief an Schülerinnen, Eltern und Lehrpersonen. Unter anderem warnte sie davor, sich darauf zu verlassen, dass die rechtsextremistische Gefahr von alleine zurückweichen werde — das hätten die Menschen auch vor 100 Jahren gedacht, doch das sei dann bekanntermaßen nicht eingetreten.

    Melonis Bildungsminister Giuseppe Valditara (Lega), in dessen Haus die Vertretung von AS im Herbst empfangen worden war und der zum Angriff von letzter Woche beharrlich geschwiegen hatte, reagierte diesmal prompt. Und kündigte an, gegen Savino vorgehen zu wollen. Die Warnung vor einer neuen faschistischen Gefahr sei übertrieben.

    Komplizenhaftes Schweigen und Schutz für die Täter, Verfolgung von Antifaschistinnen. Wer gedacht hatte, dass eine rechtsrechte Regierung wie diese keine konkreten Folgen haben und dass schon alles gut gehen würde, muss sich ein weiteres Mal eines Besseren belehren lassen.

    Cëla enghe: 01 02 || 01 02 03 04



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  • Revisionistisches Spektakel in Südtirol.
    Magazzino 18

    Gerade tourt der römische Sänger Simone Cristicchi — in Kooperation mit dem Bozner Teatro Stabile — mit seinem Musical Magazzino 18 durch Südtirol. Am Montag war er damit in Bozen, am Dienstag in Meran und am Mittwoch in Bruneck. Heute tritt er in Sterzing auf, morgen noch in Brixen. Das Stück handelt von den Opfern der Karsthöhlen und von den Menschen, die aus Istrien, Rijeka/Fiume und Dalmatien geflüchtet sind. Erdacht und geschrieben hat es Christicchi gemeinsam mit dem italienischen Journalisten Jan Bernas, Autor des Buches Ci chiamavano fascisti, eravamo italiani.1Sie nannten uns Faschisten, wir waren Italiener Schon der Titel verrät, worum es geht: Leugnung der ideologischen Verfolgung und Konstruktion des ethnischen Motivs bis hin zum Narrativ von der ethnischen Säuberung.

    Das Bühnenstück ist nach einer Lagerhalle in Triest benannt, dem Magazzino 18 eben, in der bis heute einige von Flüchtenden zurückgelassene und nicht mehr abgeholte Habseligkeiten aufbewahrt werden. Christicchi gibt gar an, sich von dem Ort an Auschwitz (!) erinnert zu fühlen, wo industriell und systematisch Menschen vernichtet wurden.

    Kritisiert wird an dem Musical, dass es die Vorgeschichte der darin emotionalisierend, einseitig und historisch ungenau aufgearbeiteten Gegebenheiten höchstens in Nebensätzen erwähnt, sodass die Verbrechen der Faschistinnen fast vollständig untergehen. Und somit auch die wichtigste Ursache für die Abtretung der betreffenden Gebiete ans damalige Jugoslawien sowie für die Verfolgungen.

    Das ist fast so, als würde man an den inneritalienischen Widerstand und an die Opfer der Partisaninnen erinnern, ohne angemessen auf 20 Jahre Faschismus und auf den Zweiten Weltkrieg als Auslöser hinzuweisen.

    Ferner wird bemängelt, dass in dem Stück die historische Multikulturalität und Multiethnizität von Istrien, Rijeka/Fiume und Dalmatien zu kurz kommt. Vielmehr werden die Gebiete als bis zur Flucht grundsätzlich italienisch beschrieben, was den Tatsachen widerspricht und nostalgische, irredentistische Narrative repliziert.

    Alles in allem ein Spektakel, das gut zum sogenannten Tag der Erinnerung passt, dem neofaschistischen Gedenktag, mit dem Italien, Wiege des Faschismus, seit einigen Jahren in eine neue Opferrolle geschlüpft ist. Zumindest in Südtirol hätte man darauf verzichten können.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01

    • 1
      Sie nannten uns Faschisten, wir waren Italiener


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