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  • Riconoscimento Unesco: Burro sui rigatoni.
    Quotation

    [Le cucine di Francia e Giappone], già riconosciute dall’Unesco nel 2010 e nel 2013, continuavano a insinuare un tarlo fastidioso nella mente dei nostri gastronazionalisti: se l’alta cucina “vera” era quella francese e se il Giappone rappresentava l’apice della purezza rituale, noi che cosa avevamo da opporre, oltre al solito repertorio di paste, sughi e litigi su come si fa davvero la carbonara?

    In un paese in cui la politica ha fatto della tradizione un’arma identitaria – dalla crociata contro gli insetti alla diffidenza verso la carne coltivata – l’Unesco cade come una colata di burro sui rigatoni. Perfetto per raccontare un’Italia rassicurante, immobile, saldamente ancorata alla sua cucina “di sempre”. Una cucina che, paradossalmente, non è mai esistita.

    Una grande occasione mancata. Potevamo presentarci al mondo con la nostra verità: corta, accidentata, contraddittoria, ma epica. Abbiamo preferito la cartolina.

    Alberto Grandi in La cucina italiana patrimonio Unesco, ma per le ragioni sbagliate, su Domani (10 gennaio 2026)

    Cëla enghe: 01 02



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  • British Columbia bleibt großteils bei der Sommerzeit.

    Zwischen gestern und heute wurden die Uhren in British Columbia um eine Stunde nach vorn gestellt — und für die meisten Einwohnerinnen der kanadischen Provinz wird das auch das letzte Mal gewesen sein. Ihre Regierung hat nämlich, auch auf der Grundlage von Umfragen, beschlossen, dass fortan permanent die Sommerzeit beibehalten wird. Im kommenden Herbst werden die Uhren also nicht mehr zurückgestellt. Lediglich in einem kleiner Zipfel im Südosten, dessen Zeitzone der der angrenzenden Provinz Alberta entspricht, bleibt alles beim Alten, solange Alberta selbst an der halbjährlichen Zeitumstellung festhält.

    In Yukon, einem nördlich an British Columbia angrenzenden Territorium, wird die Uhrzeit schon seit November 2020 nicht mehr umgestellt. Dort wurde stattdessen die sogenannte Yukon Standard Time eingeführt, die das ganze Jahr über sieben Stunden hinter der koordinierten Weltzeit (UTC) zurückliegt.

    Ursprünglich hatte British Columbia geplant, den Schritt nur gemeinsam mit den US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien zu vollziehen. Diese bereits 2019 getroffene Grundsatzentscheidung wurde nun — wohl auch aufgrund der sich verschlechternden Beziehungen zu den USA — gekippt und die Umstellung im Alleingang umgesetzt. Der kanadische Föderalismus und die weitreichende Autonomie von Provinzen und Territorien machen es möglich.

    Übrigens haben in British Columbia auch Städte und Regionen die Möglichkeit, eine abweichende Zeitzone festzulegen. Dies schließt die Zuständigkeit ein, gegebenenfalls die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit beizubehalten.

    Die Abschaffung der Zeitumstellung ist seit Jahren weltweit ein Thema — auch in Europa, wo sich schon Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dieses Ziel gesetzt hatte.

    Cëla enghe: 01



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  • Katalonien in Unesco und UN Tourism eingebunden.

    Gemeinsam mit Euskadi (aka Baskenland) strebt Katalonien eine stärkere Präsenz in mehreren internationalen Organisationen an — insbesondere bei der Unesco und bei UN Tourism (früher UNWTO). Die spanische Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) unterstützt dieses Ansinnen im Rahmen ihrer Vereinbarungen mit Junts sowie aufgrund eines Abkommens zwischen der katalanischen PSC-Regierung und ERC. Entsprechende Schritte wurden bereits eingeleitet.

    Ende Jänner hat der katalanische EU- und Außenminister Jaume Duch mit dem spanischen Außenminister José Manuel Albares ein Abkommen unterzeichnet, das es Katalonien ermöglicht, eigene Vertreterinnen in die genannten Organisationen zu entsenden. Bis das Aufnahmeverfahren als eigenständiges Mitglied abgeschlossen ist, soll Barcelona demnach Mitglieder der spanischen Delegationen bei der Unesco in Paris und UN Tourism in Madrid selbst benennen.

    Begründet wird dieser Schritt mit der besonderen kulturellen, sprachlichen und institutionellen Realität von Katalonien, die eine eigenständige Rolle auf internationaler Ebene rechtfertige.

    Dabei orientiert man sich vorläufig am sogenannten »Québec-Modell«: Die frankophone Provinz ist bereits eigenständiger Teil der kanadischen Unesco-Delegation und verfügt dort über eine eigene Stimme in jenen Bereichen, die in ihre Zuständigkeit fallen. Bevor dazu etwa internationale Vereinbarungen getroffen werden, muss Québec angehört werden.

    Wie erwähnt streben Katalonien und das Baskenland jedoch mittelfristig einen noch weitergehenden Status an: eine eigenständige Mitgliedschaft in diesen Organisationen, wie sie etwa Åland oder die Färöer bereits innehaben.

    Nach dem Abkommen mit Katalonien plant die spanische Regierung nun auch eine ähnliche Vereinbarung mit Euskadi abzuschließen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Griechisches Vorbild für Südtirol.
    Minderheit in Apulien

    Vor einigen Wochen war in der ff (Nr. 3/2026) ein Leserbrief von Georg Lezuo erschienen, in dem er das valencianische Schulsystem als Vorbild für Südtirol ins Spiel brachte. Warum ich das fragwürdig finde, hatte ich hier beschrieben.

    In der dieswöchigen Ausgabe des Wochenblatts (Nr. 10/2026) ist nun erneut ein Leserbrief von Lezuo erschienen, in dem er diesmal über die griechische Minderheit in Apulien berichtet. Ihre Sprache, die Glossa grika, finde in der Schule gar keine Berücksichtigung, zudem werde

    in den Klassenzimmern die Vorstellung vermittelt, wonach “richtig” und “gebildet” sprechen hieße, in der Sprache des Staates zu sprechen und zu schreiben[.]

    – Georg Lezuo

    Schrecklich, dass sowas heute noch in einem Staat geschieht, der seine Minderheiten angeblich schützt — doch in den meisten Fällen das genaue Gegenteil tut.

    Einige couragierte Intellektuelle in Apulien fordern: Zweisprachigkeit in Schulen und Öffentlichkeit, auch die eigene Sprache zusätzlich zur Staatssprache, als Weg zur Rettung der eigenen Sprache. Ein wesentlicher Unterschied zur Südtiroler Politik, wo man eine zweisprachige Schule als Anfang vom Ende sieht und worin Kämpfer für die Glossa grika den Weg zur Rettung sehen: Wie soll man also den Widerstand in Südtirol gegen die Zweisprachigkeit an Schulen nennen? Etwa Angst, Panik oder Hysterie?

    – Georg Lezuo

    Manchmal habe ich das Gefühl, den Befürworterinnen der mehrsprachigen Schule gehen langsam die Argumente aus. Was ist daran schwer verständlich, dass eine zweisprachige Schule für eine Minderheit natürlich um Welten besser ist, als eine, die ausschließlich die Staatssprache berücksichtigt? Weltweit setzen sich Minderheiten, die heute keinerlei Anerkennung genießen, für mehrsprachige Schulen ein — nicht notwendigerweise, weil das die ideale Lösung wäre, sondern weil für sie bislang die einzige Alternative eine Schule ist, in der ihre Sprachen ganz und gar unter die Räder kommen.

    In Südtirol haben wir eine völlig andere Ausgangslage: Hier verfügt die deutsche — anders als die ladinische — Minderheit über ein Schulsystem, in dem ihre Sprache die Hauptunterrichtssprache ist. Unabhängig davon, ob man die Einführung einer sogenannten zwei- bzw. mehrsprachigen Schule befürwortet oder nicht, sollte daher eigentlich einleuchten, dass Beispiele wie die griechische Minderheit in Apulien und ihre Forderungen kaum als Vorbild gelten können.

    Sie illustrieren vielmehr eine gänzlich andere Situation: den Versuch einer Minderheit, überhaupt erstmals institutionellen Raum für ihre Sprache zu schaffen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Auch Bianchi diffamiert antifaschistische Kundgebung.

    Nach Roland Stauder (F), Marco Galateo (FdI) und dem Bozner Bürgermeister Claudio Corrarati hat sich nun auch LR Christian Bianchi (FI) zur Remigrationsdemo und zur erfolgreichen Gegenveranstaltung geäußert. In einem Beitrag für den heutigen A. Adige stellt er beide — also eine faschistische und eine antifaschistische Kundgebung — auf eine Stufe, womit auch in seinem Fall geklärt wäre, wo er sich positioniert.

    Dass er die Teilnehmenden der Gegenkundgebung pauschal als »Linksradikale« und Populistinnen diffamiert, spricht ebenfalls Bände. Schließlich waren unter anderem auch »sein« Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) oder der Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen, Eugen Runggaldier, unter den Demonstrierenden. Bianchis Etikettierung trifft auf sie — genauso wie auf viele andere Teilnehmende — ganz offensichtlich nicht zu.

    Die Tageszeitung zitiert den Landesrat so:

    Antifaschismus als pauschale Antwort auf jede Forderung nach mehr Kontrolle sei ebenso vereinfachend.

    – Christian Bianchi

    Auch dem Landesrat dürfte nicht entgangen sein, dass es hier nicht um »jede Forderung nach mehr Kontrolle«, sondern um einen Aufmarsch von Neonazis und Neofaschisten ging, deren gefährliches Remigrationskonzept letztendlich auf die Wiedereinführung des Ahnenpasses und ethnische Säuberungen hinausläuft. Dass nicht nur »irreguläre« Zuwanderer von den Ausschaffungen betroffen wären, hat CPI-Chef Luca Marsella in Bozen sogar öffentlich zu Protokoll gegeben.

    Darauf ist Antifaschismus sehr wohl eine Antwort, wahrscheinlich sogar die einzig mögliche. Bianchis Positionierung lässt hingegen tief blicken. Sie ist eines Demokraten und Mitglieds der Südtiroler Landesregierung unwürdig.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Die verzichtbare Kohärenz von Corrarati und Galateo.
    Remigration

    Im Vorfeld der Antiremigrationsdemo hatte Paul Köllensperger (Team K) den Landeshauptmann für dessen Absicht, daran teilnehmen zu wollen, kritisiert. Arno Kompatscher (SVP) habe sich für eine Koalition mit den Rechten entschieden, er solle daher konsequent sein und politische Verantwortung übernehmen.

    Auch hier haben wir immer wieder auf die Inkonsequenz der SVP hingewiesen, die sich zwar antifaschistisch gibt, aber rechtsradikale bis rechtsextreme Kräfte in Regierungsverantwortung geholt hat. Die Kohärenz, die wir fordern, ist aber nicht dergestalt, dass der Landeshauptmann sich aus diesem Grund mit Kritik an seinen Koalitionspartnerinnen zurückhalten sollte, sondern im Gegenteil, dass er sie noch viel entschiedener vorbringen soll — bis hin zur Aufkündigung dieser unseligen Allianz.

    Die Kohärenz, die Köllensperger vorschwebt, haben uns der Bozner Bürgermeister Claudio Corrarati und LH-Vize Marco Galateo von den neofaschistischen Fratelli d’Italia im Anschluss an die Kundgebung vorgeführt. Beide forderten die Teilnehmenden dazu auf, Migrantinnen bei sich zuhause — oder wahlweise: bei sich in der sogenannten »Peripherie«, weit weg von Bozen — aufzunehmen. Insbesondere Corrarati will seine Aussage zumindest nachträglich so interpretiert wissen, dass Zugewanderte auf möglichst viele Gemeinden in Südtirol verteilt werden sollen. Die alte Leier.

    Damit hat er als Bürgermeister, der mit den schlimmsten Faschos koaliert, eine gute Chance verpasst, wenigstens still zu sein, denn einen unpassenderen Zeitpunkt kann man sich für diese Forderung kaum vorstellen.

    Nach einer Demonstration gegen rechtsextreme Deportationsforderungen wirkt eine solche Intervention wie eine rhetorische Ablenkung. Die erfolgreiche antifaschistische Mobilisierung wird nicht zum Anlass genommen, für Kohäsion einzutreten, sondern um migrationspolitische Debatten in einer Weise zuzuspitzen, die der extremen Rechten wieder in die Hände spielt.

    Aber im Sinne von Köllensperger konsequent waren sowohl der Herr angeblich antifaschistische Bürgermeister, mit dessen Mehrheit auch das Team K gerne paktelt, als auch der Landeshauptmannstellvertreter. Da lobe ich mir zum Beispiel Landesrat Philipp Achammer (SVP), der Galateos Worte klar verurteilt hat, obwohl er — leider —mit ihm koaliert.

    Eine Koalition, die sich an solchen Widersprüchen wenigstens noch reibt und darüber möglicherweise zerbricht, kann uns allemal lieber sein als eine, die menschenfeindliche Positionen geräuschlos mitträgt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01



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