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  • SVP als Türöffnerin für Rechtsextreme.
    Quotation

    Die Volkspartei geht um mit rechtsextremen, nationalistisch-antieuropäischen Parteien. Fratelli d’Italia hat einige Teilelemente des Nationalismus, des Antisemitismus, des Rechtsextremismus und des Antieuropäismus. Sie hat keine definierte Identität, aber viele Teilidentitäten.

    Die christdemokratischen Parteien sind die Türöffner für rechtsextremistische Parteien, das sehen wir in Schweden, das sehen wir in Dänemark, das sehen wir in Finnland, das sehen wir in Österreich — nicht nur auf gesamtstaatlicher Ebene, sondern auch auf regionaler Ebene.

    Politologe Günther Pallaver im Interview mit Rai Südtirol (Auszüge) – Transkription von mir

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01 02 03 04



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  • Hans Heiss: Notwendig, gerade jetzt.
    Kann Südtirol Staat?

    Der Historiker und ehemalige Landtagsabgeordnete der Grünen, Hans Heiss, hat das Buch Kann Südtirol Staat? gelesen. Gerade in der jetzigen Situation, wo sich die SVP anschickt, mit FdI eine Koalition zu bilden, hält er es für notwendig, auch solche Alternativen sorgsam zu erwägen.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • Fascho wird Chef der italienischen Landstreitkräfte.
    General Roberto Vannacci

    Nachdem er sein äußerst erfolgreiches Buch veröffentlicht hatte, in dem er unter anderem gegen Frauen, Zugewanderte, Homosexuelle, Kinder- und Arbeitslose hetzt und eine angebliche Diktatur der Minderheiten anprangert, wurde General Roberto Vannacci von der Führung des Militärgeographischen Instituts abgezogen, die er inne hatte, und ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Gleichzeitig solidarisierte sich aber unter anderem Minister Matteo Salvini (Lega) mit ihm, während Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (FdI) beharrlich schwieg.

    Noch bevor jedoch das Disziplinarverfahren beendet ist, wurde der Fascho-General nun zum Chef der operativen Landstreitkräfte des italienischen Heeres ernannt — in der offiziellen Diktion keine Beförderung, doch vor allem auch keine Ausgrenzung, im Gegenteil. Rechtsradikale wie Matteo Salvini und Gianni Alemanno (der gerade mit dem Ex-CasaPound-Chef Simone Di Stefano di Partei Indipendenza! gegründet hat) ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihrem Gesinnungsgenossen zum neuen Auftrag zu gratulieren, während die Opposition bislang vergeblich protestierte. Auch Verteidigungsminister Guido Crosetto, der den geistigen Dünnpfiff von Vannacci vor wenigen Monaten als »wirres Gefasel« eingeordnet hatte, stellt sich nun hinter ihn und die Ernennung.

    Das sind also — nach dem Motto »doch sprich nur ein Wort… Autonomie« — die neuen Freunde der einst würdevollen und wertegeleiteten SVP, die sich jetzt hinter nichtssagenden und wirkungslosen Präambeln und Wertekatalogen versteckt, um mit den Feinden der Demokratie, der Menschenrechte und der Minderheiten zu koalieren.

    Cëla enghe: 01 02 || 01 02 03



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  • Können wir Albert Pürgstaller allein lassen?

    Aus Protest gegen die grausige Koalition, die sich die geschrumpfte SVP mit den Neofaschistinnen einzugehen anschickt, hat der ehemalige Brixner Bürgermeister, Vorsitzende der Arbeitnehmerinnen und WOBI-Präsident Albert Pürgstaller seinen Parteiaustritt mitgeteilt. Rai Südtirol zitiert ihn folgendermaßen:

    Fratelli d’Italia vertritt Werte, die nicht mit Menschenrechten vereinbar sind. Das lässt sich nicht einfach durch tagespolitische Erfolge wegradieren. Unter Silvius Magnago wäre so eine Entscheidung der SVP nicht denkbar gewesen. Ich bin von der Volkspartei zutiefst enttäuscht.

    – Albert Pürgstaller

    Für diesen entschlossenen Schritt gebühren ihm Dank und Ehre. Doch wird er der einzige bleiben, der noch die nötige Würde und Unbestechlichkeit an den Tag legt, bei dieser Schweinerei nicht mitzumachen? Was ist zum Beispiel mit Andreas Unterkircher? Dieter Mayr? Julia Unterberger? Tragen sie die Koalition ihrer eigenen mit einer faschistoiden Partei — direkt oder indirekt — mit? Was macht Hubert Messner? Gibt er sich als Landesrat für eine Regierung unter neofaschistischer Beteiligung her? Jede dieser Persönlichkeiten hätte vielleicht alleine nicht das Gewicht, die Volkspartei von ihrem verhängnisvollen Vorhaben abzubringen, doch gemeinsam wäre es vielleicht zu schaffen. Und selbst wenn es letztendlich nicht reichen sollte, wäre es aus meiner Sicht wichtig, ein starkes Zeichen zu setzen.

    Was wird die Zivilgesellschaft tun? Wenigstens aus den — selbstverständlich nicht repräsentativen — Kommentarspalten im Netz lässt sich erahnen, dass die Unzufriedenheit (ja die Bestürzung) über die Koalitionsabsichten der SVP weit verbreitet ist. Schaffen wir es, wenigstens in einem derart wichtigen Moment auf die Straße zu gehen und unseren Unmut zu zeigen? Die Donnerstagsdemonstrationen könnten da etwa als Vorbild dienen.

    Es geht um Menschenrechte. Es geht um die Demokratie. Und es geht um unsere Autonomie.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01 02 03 04 05



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  • Le solite critiche al censimento linguistico.

    La proporzionale tra gruppi linguistici, strumento fondamentale di tutela delle minoranze in questa terra, è regolarmente sotto attacco, salvo forse quando può essere utile alla maggioranza nazionale. Nelle ultime settimane ad esempio abbiamo assistito a un teatrino indegno per costringere l’SVP a imbarcare un secondo italiano nel prossimo Governo, quando senza proporzionale il partito di maggioranza avrebbe benissimo potuto formare una coalizione monoetnica. Non sono peraltro mancate le voci di chi — invece che ai rapporti tra gruppi linguistici nel Landtag — vorrebbe ancorare la rappresentanza degli italiani in giunta alla consistenza complessiva dei gruppi nella popolazione.

    Ma, oltre a quelli rivolti contro la proporzionale, sono ormai all’ordine del giorno gli attacchi a praticamente tutte le misure di tutela, come la clausola di residenza, il sistema scolastico e perfino l’obbligo di bilinguismo. E adesso che sta per iniziare il rilevamento della consistenza dei gruppi linguistici, da distinguere peraltro dalla dichiarazione di appartenenza individuale, si addensano nuovamente anche le critiche al censimento linguistico, che della proporzionale è la base.

    Ovviamente nulla di male in sé, ma va constatato che a una forte e convinta pars destruens non corrisponde di norma alcuna proposta alternativa per tutelare le minoranze tedesca e ladina. Vale ricordare che tuttavia l’autonomia e gli strumenti di tutela che la caratterizzano non galleggiano nel vuoto cosmico, ma sono risposte puntuali al sistema (mono-)nazionale nel quale volenti o nolenti ci troviamo. Se sono brutti gli strumenti di tutela, ed alcuni effettivamente lo sono, almeno altrettanto brutto è il sistema che li rende necessari. Se proporzionale, clausola di residenza e scuole divise sono «superate dalla storia», superato lo è anche lo stato (mono-)nazionale. Voler abolire le tutele senza prima abolire le minacce — o perlomeno proporre alternative altrettanto efficaci — significa semplicemente voler decimare le minoranze, null’altro. Basta dirlo.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01 02 03



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  • Drei Richter und das spanische Amnestiegesetz.
    Polònia

    Im öffentlich-rechtlichen katalanischen Fernsehen gibt es mit Polònia eines der inhaltlich und handwerklich besten Satireprogramme, die ich kenne. Und das von einer »regionalen« Anstalt. Hoffentlich im Einklang mit den Richtlinien des Senders, der die Wiedergabe von Eigenproduktionen auf Blogs und Webseiten ausdrücklich gestattet1solange sie nicht verfälscht werden und niemand über die Urheberschaft in die Irre geleitet wird, habe ich einen kurzen Sketch aus der Folge vom 16. November, in dem es um das Amnestiegesetz geht, mit deutschen Untertiteln versehen:

    Was mir gefällt — und woraus wir durchaus lernen könnten — ist das gewählte Framing, demzufolge das, was von höheren staatlichen Gerichten kommt, nicht per se auch von höheren Prinzipien geleitet, also unpolitisch, objektiv und quasi »gottgegeben« ist, wie es in Südtirol allzuoft (unhinterfragt und obrigkeitshörig) dargestellt wird.

    Und falls hier jemand daran zweifeln sollte: Polònia geht natürlich katalanische Politikerinnen und die Regionalregierung mit genau demselben Biss an, wie in diesem Fall die spanische Gerichtsbarkeit.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 | 06

    • 1
      solange sie nicht verfälscht werden und niemand über die Urheberschaft in die Irre geleitet wird ↩︎


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  • La Coppa Davis e «l’adoption du colonisé».
    Jannik Sinner

    La Gazzetta — o forse meglio la Ca**ata dello Sport, come ama chiamarla un mio conoscente? — poche settimane fa aveva fatto del tennista sudtirolese Jannik Sinner un vero e proprio «Caso Nazionale», per la sua decisione di non partecipare alla fase iniziale della Coppa Davis, che, assieme alle Olimpiadi, è uno dei pochissimi eventi del tennis che si giocano «in nazionale». Venne criticato aspramente anche da molti veterani del tennis italiano, come Nicola Pietrangeli o Adriano Panatta.

    Ora che ha raggiunto la squadra nella fase finale e ha avuto un ruolo decisivo nella vittoria del torneo, gli stessi che lo avevano schiaffeggiato ora tornano sui loro passi — non certo scusandosi, ma ricalibrando (un po’). Come Giancarlo Dotto sulla Gazzetta del 21 novembre:

    La seduzione di Jannik è diventata giorno dopo giorno micidiale nel suo essere nostro, nel suo scoprirsi definitivamente «italiano», senza esserlo davvero completamente, nostro e italiano.

    – Giancarlo Dotto, Gazzetta dello Sport

    Quando ha sottolineato di quanto era stato bello avere conquistato «i tifosi italiani», quando dire «italiani» per un italiano scontato sarebbe un pleonasmo. Quando ha fatto sua una bandiera, non per dovere anagrafico ma per convinzione, senza l’essere completamente un apostolo delle virtù, dei vizi e della storia di quella bandiera. Insomma, noi abbiamo imparato ad amare Jannik anche perché non ci appartiene sino in fondo. Perché non ci somiglia. Per il suo essere così diverso e così distante dalla nostra anima latina, quando (non) esulta, quando (forse) si deprime, quando (appena) sorride. Quando parla una lingua e forse pensa in un’altra.

    Se siamo diventati in una settimana milioni di euforici Carota boys, possiamo rovesciare il concetto e dire che lui, nella stessa settimana, è diventato un non meno euforico Maccarone boy. Uno dei nostri. Una bella storia. Tra un passante e un rovescio incrociato, tra un boato e un coro, Jannik ha scoperto la bellezza torrida di essere nostro e di ritrovarsi italiano. Sentirsi italiani per adozione avvenuta, conclamata e plebiscitaria. Cosa di più bello? Cosa di più illuminante per un Paese che ancora dibatte il dubbio, nella sua pancia più triviale, se abbia diritto di sentirsi e dirsi italiano chi lo ha dimostrato con l’appartenenza, la dedizione, l’amore svelato, e non per un mero fatto di sangue o di etnia.

    – Giancarlo Dotto, Gazzetta dello Sport

    E insomma, tutto è bene quel che finisce bene: il colonizzato — secondo Dotto «più apolide che altro» — è stato adottato per acclamazione, avendo avuto la decenza di corrispondere alle aspettative e di accrescere il prestigio del padrone.

    Lui capisce in fretta e le belle parole alla fine di ogni match non sono mai state confetti di circostanza. Sono state le parole di un ragazzo finalmente pronto a «sentirsi» oltre che dirsi italiano. […] Da qui in poi, statene certi, la finalmente e definitivamente «nostra» Volpe Rossa giocherà per la «sua» Nazionale anche con un braccio ingessato.

    – Giancarlo Dotto, Gazzetta dello Sport

    Per chi scrive vaccate del genere si potrebbe anche provare compassione e basta, se non fosse che sono rappresentative, le vaccate, del «pensiero nazional-nazionalista» e che le stesse discussioni si ripropongono ogni singola volta che atleti sudtirolesi di lingua tedesca hanno (o non hanno) successo. Anzi, peggio ancora: l’editoriale della Gazzetta è sì stato oggetto di critiche diffuse da parte di molte altre testate giornalistiche, ma quasi sempre relativamente al punto che Dotto si è permesso di dubitare dell’italianità di Sinner.

    Insomma: finché non interverrà la totale assimilazione, le uniche opzioni concesse a chi appartiene a una minoranza nazionale sono quelle di dover professare la propria italianità (vera o finta) a ogni piè sospinto o di vedersi rinfacciare l’insufficiente identificazione con la nazione. E nella maggior parte dei casi tali opzioni non sono nemmeno alternative tra di loro, ma, come nel caso di Sinner, si sovrappongono facendo a gara tra di loro. Lo stato (mono)nazionale è questo e i riflessi che ne conseguono non spariranno mai.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 || 01 02 03 04



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