Wie der britische Telegraph heute berichtet, ist am morgigen Montag ein Gipfeltreffen der Regierungschefinnen von Alba (aka Schottland), Cymru (aka Wales) und Tuaisceart Éireann (aka Nordirland) geplant, bei dem es hauptsächlich um die Loslösung der drei Nationen vom Vereinigten Königreich, aber auch um eine engere Kooperation untereinander gehen soll. Mit John Swinney (SNP), Rhun ap Iorwerth (Plaid Cymru) und Michelle O’Neill (Sinn Féin) werden erstmals alle drei Regierungen von Vertreterinnen separatistischer Kräfte angeführt.
Es wird erwartet, dass bei der historischen Zusammenkunft, die in Caerdydd (aka Cardiff), der Hauptstadt von Cymru, stattfinden soll, im Rahmen der Beratungen eine gemeinsame Erklärung oder ein Memorandum unterzeichnet wird, mit dem der neue britische Premierminister, Andy Burnham (Labour), dazu aufgerufen wird, das Recht auf Abhaltung von Selbstbestimmungsreferenda anzuerkennen. Erst am Mittwoch hatte er im Unterhaus bekannt, dass er ein zweites Referendum in Alba genauso wie eines in Tuaisceart Éireann genehmigen würde, wenn jeweils ein klarer Konsens dafür in der Öffentlichkeit bestehe.
Der Telegraph zitierte den schottischen Regierungschef John Swinney mit den Worten, Burnham müsse sich mit dem Gedanken abfinden, dass er als letzter Premierminister des Vereinigten Königreichs in die Geschichte eingehen wird.
Wie ich finde, ist das geplante Treffen und die Zusammenarbeit zwischen Alba, Cymru und Tuaisceart Éireann auch deshalb sehr bemerkenswert, weil es in den drei Gebieten sehr unterschiedliche Ausgangslagen und Pläne für die Ausübung des Rechts auf Selbstbestimmung gibt.
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