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  • Dall’autonomia dinamica a quella statica.
    La riforma secondo Roberto Toniatti

    Sono parole pesanti quelle pronunciate da Roberto Toniatti, esperto di diritto costituzionale nonché autonomista convinto, in un’intervista di Elena Mancini per Salto — parole che dovrebbero indurre a una seria riflessione.

    Secondo lui, infatti, con la riforma dell’autonomia in corso di approvazione a Roma, addirittura l’autonomia dinamica verrebbe «spenta».

    Giudica le modifiche allo Statuto come un maquillage, alla stregua di una truffa, perché

    • ciò che viene definito «principio d’intesa» nei fatti non sarà vincolante e, comunque, potrà servire solamente a salvaguardare i livelli di autonomia già raggiunti (cfr. 01 02);
    • quelle che vengono chiamate «competenze legislative esclusive» non potranno essere esclusive in un modello di regionalismo come quello italiano, cooperativo e non duale;
    • l’eliminazione delle «norme fondamentali delle riforme economico-sociali» come limite all’autonomia non servirà a molto, in quanto la Corte costituzionale adotterebbe in realtà il criterio delle «esigenze unitarie dell’ordinamento» e, in ogni caso, può sempre appellarsi al principio dell’interesse nazionale (cfr.);
    • la definizione di una materia «di interesse provinciale» (la tutela ambientale e dell’ecosistema) sarebbe una formulazione debole.

    In sostanza definisce quella in corso un’operazione «che gioca molto sulle parole, creando ambiguità e incertezze». Passare da un’autonomia dinamica, almeno idealmente proiettata verso il futuro, a un’autonomia dell’inerzia, può andar bene a Fratelli d’Italia, ma dovrebbe preoccupare profondamente tutti gli autonomisti e chiunque in qualsiasi forma voglia che le decisioni possano venire prese sul territorio.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 | 05 06 07 08 || 01 02



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  • Die sprachliche Rosinenpickerei deutscher Konzerne.

    Deutsche Handelsriesen wie NKD, dm, TEDi und ALDI haben ihren Rechtssitz für Italien in Südtirol. Dies thematisiert die SWZ in ihrer aktuellen Ausgabe (Nr. 33/25). Steuerlich ergeben sich daraus für unser Land allerdings keinerlei Vorteile.

    Weshalb diese Firmen Südtirol aussuchen, liegt auf der Hand: Wie SWZ-Steuerexperte Walter Großmann ausführt, legten deutsche Konzerne — nicht nur im Handelssektor — Wert auf deutschsprachige Ansprechpartnerinnen. Einerseits wegen der Sprache an sich, andererseits jedoch auch wegen der »deutschen« Arbeitsweise und Mentalität, die zum besseren Verständnis und Vertrauen beitrügen. Dies bestätigte etwa NKD der Wirtschaftszeitung ausdrücklich.

    Nicht zuletzt sei es für die Firmen ein Vorteil, dass hierzulande die Jahresabschlüsse in deutscher Sprache hinterlegt werden dürfen, so Großmann.

    Da viele Ketten in Südtirol (z.B. aus der Werbung und aus Aufenthalten jenseits des Brenners) schon vorher bekannt sind, starte sich ferner der Aufbau des Italiengeschäfts von hier aus leichter.

    Wir sind also aufgrund unserer Zugehörigkeit zum deutschen Sprach- und Kulturraum ein willkommenes Sprungbrett für deutsche Firmen nach Italien. Die Vorteile werden von den Konzernen gern in Anspruch genommen — und wir »Konsumentinnen« dürfen dann auch als Versuchsmaterial herhalten. Das ist per se nicht schlimm.

    Wenn es jedoch darum geht, die Deutschsprachigkeit unseres Landes auch im Geschäftsgebaren zu berücksichtigen und in Kundenfreundlichkeit umzumünzen, halten sich Begeisterung und Engagement vieler Firmen in sehr engen Grenzen, wie wir auch hier schon desöfteren aufgezeigt haben. Etwa am Beispiel von ALDI. Subjektiven Beobachtungen zufolge wird die Mehrsprachigkeit noch am ehesten gepflegt, solange sich das Italiengeschäft im Aufbau befindet. Sobald und je mehr der Erfolg auch außerhalb Südtirols an Fahrt aufnimmt, wird sie dann nach und nach der nationalen Homogenisierung geopfert.

    Speziell jenen Firmen, die ihren Rechts- oder gar ihren operativen Sitz für Italien in Südtirol haben und die oben erwähnten Vorteile in Anspruch nehmen, kann man nicht einmal zugute halten, dass sie vielleicht die sprachliche Situation im Land nicht kennen. Sie betreiben ganz einfach eine unverschämte Rosinenpickerei.

    Leisten können sie es sich einerseits, weil die Konsumentinnen diesbezüglich wenig Macht haben und andererseits, weil es in Südtirol im Unterschied zu anderen Minderheitengebieten keine einschlägigen Gesetze gibt, die die Berücksichtigung der Minderheitensprachen vorschreiben würden.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 || 01 02



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  • Toponomastica e minorizzazione.

    Sull’A. Adige odierno, in prima pagina, si legge la seguente citazione di Francesco Palermo relativa alla sempre irrisolta questione della toponomastica:

    Affidare al gruppo linguistico interessato la decisione se salvare un toponimo.

    – Francesco Palermo

    La discussione era stata recentemente rilanciata dall’estrema destra italiana, dal CAI e dal Corriere.

    Nell’articolo-intervista di Paolo Campostrini, Palermo specifica:

    Se un [!] italiano accetta la mono-denominazione di Laimburg, definendo Castel Varco una forzatura e soprattutto un nome mai in uso, allora l’italiano potrà scomparire.

    – Francesco Palermo

    Vale a dire: sulle imposizioni colonial-fasciste continuerebbe a decidere solo il gruppo che le ha imposte, mentre quello che le ha subite rimarrebbe — ancora una volta — a guardare. Mi sembra francamente una proposta incredibile, a maggior ragione se avanzata da un esperto di diritto delle minoranze.

    Va comunque sottolineato come anche Palermo concordi sul fatto che non vi siano atti normativi cui fare riferimento per quanto riguarda la segnaletica di montagna. Grazie ai precedenti e agli attuali partner di governo dell’SVP, oltre che allo stesso Palermo, che da presidente della Commissione dei Sei non volle adottare una decisione se non all’unanimità.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Moretti für (deutsche) Sprachvielfalt.
    Quotation

    Ich leide darunter, dass einerseits Dialekte, andererseits die Hochsprache in so einen Einheitsjargon verflacht werden, dieses Reality-TV-Deutsch. Ein Horror. […] Gerade, wenn man mit literarischer Hochsprache zu tun hat, lernt man die Nuancen des Dialekts zu schätzen.

    – Tobias Moretti in einem Stern-Interview

    Der wohl bekannteste Tiroler Schauspieler, Tobias Moretti (Piefke Saga, Kommissar Rex, Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers, Das finstere Tal, Jedermann usw.), bricht eine Lanze für sprachliche Vielfalt, die Hochsprache und den Dialekt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Palio der Burgrafenamt.

    Am Donnerstag wurde ich von einem Leser darauf hingewiesen, auf der Website des Meraner Pferderennplatzes seien seit meinem Beitrag vom 11. August bereits Verbesserungen durchgeführt worden. Er selbst habe meine Kritik zuvor an einen Gemeindepolitiker weitergeleitet.

    Das wollte ich mir heute genauer ansehen — und tatsächlich, wenigstens die Einnamigkeit der öffentlichen Einrichtung im Titel des Internetauftritts (Ippodromo di Merano) wurde inzwischen beseitigt.

    Dafür präsentierte sich mir dort jetzt diese Perle der deutschen Sprache:

    Ausschnitt Website Meraner Pferderennplatz

    Ich finde, das verdient Respekt, denn für einen Grammatik- und einen Rechtschreibfehler in drei Wörtern hat sich vermutlich jemand richtig angestrengt. Auch weil im offiziellen Rennkalender des Pferderennplatzes nur der Rechtschreibfehler enthalten war:

    Ausschnitt Rennkalender 2025 (Pferderennplatz Meran)

    Und der ist mehr als verzeihlich, denn wie sollte man im Burggrafenamt wissen, wie man »Burggrafenamt« schreibt? Zugegebenermaßen war im Gegenzug das Wort »Palio« nicht so schwierig.

    Kommentator Andreas hat übrigens am 13. August darauf hingewiesen, dass er schon im März dieses Jahres eine Beschwerde an das Amt für Landessprachen und Bürgerrechte geschickt hatte.

    Jedenfalls hat sich die Gemeinde Meran mit der Meran Galopp GmbH offenbar für eine zuverlässige Partnerin entschieden. Bravo!

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Die Grenzen der Grenzenlosigkeit.

    Wenn es um die Gründung neuer Staaten in Europa geht, ist ein beliebtes Totschlagargument stets jenes, man könne doch im grenzenlosen Europa keine neuen Grenzen errichten. Das ist natürlich Schwachsinn, denn Grenzen (auch Staatsgrenzen) gibt es nach wie vor, sie sind bloß durchlässiger geworden, was dann aber auch für jene eines neuen Staates gelten würde.

    Im Gegenteil: Für einen unabhängigen Staat gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die eigenen Grenzen deutlich weniger spürbar zu gestalten als sie es heute sind. Zum Beispiel — für Südtirol besonders relevant — durch eine liberalere Anerkennung von Studienabschlüssen oder Maßnahmen gegen das Geoblocking.

    In Bezug auf innereuropäische Grenzkontrollen, die die Toschlägerinnen oft meinen, wenn sie von »inexistenten« Grenzen reden, ist zu sagen, dass auch die derzeit (leider) ein Revival erleben: Zum jetzigen Zeitpunkt haben zehn Schengen-Staaten Kontrollen wiedereingeführt, worunter Deutschland nur ein besonders prominenter Fall war.

    Daneben führen auch Polen, Slowenien, Italien, Österreich, die Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schweden und Frankreich zumindest an einigen ihrer Übergänge zum übrigen Schengenraum Kontrollen durch. Die Tendenz ist, wenn man vom Sonderfall der Pandemiezeit absieht und die Dauer der Kontrollen berücksichtigt, steigend.

    Durch die Wiedereinführung langfristigerer Grenzkontrollen wird das ohnehin trügerische Argument der nicht existierenden Grenzen zur Ablehnung von Staatsgründungen geradezu ad absurdum geführt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08



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  • Pröm ›Merit Ladin‹.

    Am diesjährigen Di dla Cultura ladina wird erstmals der im Juli neu ins Leben gerufene Merit-Ladin-Preis überreicht, mit dem fortan außerordentliche Verdienste um die ladinische Sprache und Kultur gewürdigt werden sollen.

    Dass die erste Auszeichnung mit Lois Craffonara an den Gründungsdirektor des ladinischen Kulturinstituts Micurà de Rü gehen soll, entschied die aus fünf Expertinnen bestehende Fachjury einstimmig. Dem »Doyen der ladinischen Sprachwissenschaft« sei es gelungen, die Eigenständigkeit des Ladinischen zu festigen und gegenteilige Positionen zu widerlegen. Zudem war er Mitbegründer und langähriger Herausgeber der international anerkannten Fachzeitschrift Ladinia. Seine Studien und Publikationen zu Linguistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Literatur hätten weit über die Grenzen Ladiniens hinaus Wirkung gezeigt.

    Laut Daniel Alfreider (SVP) hat Craffonara stets den Austausch mit anderen Minderheiten gesucht und insbesondere die Verbindung zu den Rätoromaninnen in Graubünden und im Friaul gestärkt. Der LH-Stellvertreter und Landesrat für ladinische Schule und Kultur wird die Auszeichnung am 21. September in San Martin de Tor überreichen.

    Dazu gehört auch ein Kunstwerk, das am 12. September aus dem Wettbewerb Ert X Merit Ladin hervorgehen wird, der eigens von Südtiroler Künstlerbund und ladinischer Bildungs- und Kulturdirektion des Landes ausgelobt wurde.

    Craffonara wurde 2001 auch bereits das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen.


    • Die Expertenjury des Merit Ladin bestand aus André Comploi (Direktor ladinische Bildungs- und Kulturdirektion), Jürgen Runggaldier (Direktor Istitut Ladin Micurà de Rü), Katharina Moling (Direktorin Museum Ladin Ciastel de Tor), Sabrina Rasom (Direktorin Istitut Cultural Ladin Majon di Fascegn) und Paul Videsott (Professor – Ladinische Abteilung der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Uni Bozen).
    • Der Di dla Cultura ladina wird von der Direktion für ladinische Bildung und Kultur gemeinsam mit dem Istitut Ladin Micurà de Rü, dem Museum Ladin Ciastel de Tor mit Beteiligung der Uni Bozen, der ladinischen Kulturinstitute von Fascia und Fodom-Col-Anpezo, der Union Generela di Ladins dles Dolomites, der Unions di Ladins der jeweiligen Täler und der ladinischen Kulturvereine organisiert.


    Schön finde ich auch, dass hier die grenzüberschreitende Einheit Ladiniens gelebt und zelebriert wird.

    Auch ein Preis für Verdienste um Deutsch (als Minderheitensprache) in Südtirol wäre eine gute Idee, um das entsprechende Bewusstsein zu stärken und Menschen in den Vordergrund zu stellen, die diesbezügliche Leistungen vollbracht haben.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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